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Rioja

Rioja

Die Rioja ist und bleib Spaniens bekannteste Weinregion. Ihr Aufstieg begann, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts französische Winzer und Weinhändler in dem Gebiet am Ebro eine Alternative für ihre von der Reblaus vernichteten Weinberge fanden. Sie brachten viel Know-how an Keller- und Ausbautechniken mit, die aus den einfachen Bauernweinen der Rioja langlebige Weine mit elegantem Charakter machten.

Rioja

Die Rioja ist und bleib Spaniens bekannteste Weinregion. Ihr Aufstieg begann, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts französische Winzer und Weinhändler in dem Gebiet am Ebro eine Alternative für ihre von der Reblaus vernichteten Weinberge fanden.

Sie brachten viel Know-how an Keller- und Ausbautechniken mit, die aus den einfachen Bauernweinen der Rioja langlebige Weine mit elegantem Charakter machten. Bereits 1902 in einem Dekret des Königs anerkannt, erfuhr die Rioja 1991 den Aufstieg zur Denominación de Origen Calificada und wurde damit die erste (von bislang zwei) Superappellationen.

Geographisch unterteilt sich die Rioja in drei Gebiete:

La Rioja Alta: das Hauptgebiet mit der Weinkapitale Haro umfasst mehr als 26.000 Hektar Reben, wo der Atlantik das Wetter bestimmt, die Weine viel Eleganz zeigen und gut altern.

La Rioja Alavesa: sie verfügt über 13.000 Hektar Rebparzellen mit erstklassigen Lagen und kalkreichen Böden, auf denen der Tempranillo besonders aromatische Weine liefert.

La Rioja Baja: auf den 22.000 Hektar Reben südöstlich von Logroño wächst zu einem großen Teil Garnacha, denn hier wird das Klima vom Mittelmeer geprägt und ist wesentlich wärmer. Die Weine entwickeln folglich höhere Alkoholgehalte.

Die traditionellen Bodegas, die in der Regel über nur wenig eigenen Weinbergsbesitz verfügen, kaufen Trauben aus den drei Untergebieten und komponieren daraus ihre Cuvées, wobei sie Jahrgangsunterschiede auszugleichen und den Hausstil beizubehalten suchen. Sie bauen ihre Weine zu Crianzas, Reservas und Gran Reservas aus, die mit Trinkreife auf den Markt gebracht werden, wobei mit zunehmender Fassreife die Frucht zurücktritt und Gewürz- und Röstnoten den Vorrang gewinnen. In den letzten zwei Jahrzehnten entstanden in der Rioja eine Vielzahl von Gütern nach dem Château-Prinzip, die nur ihre eigenen Trauben vinifizieren, die Konzentration der Weine erhöhen und den Ausbau verringern. Bei diesem modernen Stil tritt die Frucht deutlicher hervor, über die Trinkreife entscheidet jedoch der Verbraucher. Der dritte, in der Rioja populäre Weinstil wird von den Cosecheros geliefert, selbst kelternden Winzern, die ihre Trauben in Kohlensäuremaischung vergären und als angenehme, sehr fruchtige vino joven verkaufen.

Die dominierende Rebsorte der Rioja ist der Tempranillo, der oft durch Garnacha Tinta ergänzt wird und seltener durch Mazuelo (Cariñena) und Graciano, eine säurebetontere Traube. Vor allem in der Rioja Baja wird auch gern Rosado erzeugt und in der gesamten Rioja eine kleine Menge an Weißwein, der vorwiegend aus Viura (Macabeo) gekeltert wird, selten ergänzt durch etwas Malvasia oder Garnacha Blanca.

Ein Muss für Weinfreunde

Klöster, Kirchen und Kellereien waren bislang die Hauptziele von Besuchern der Rioja. Seit 2004 ist Spaniens berühmteste Weinregion um eine weitere Attraktion reicher: um das spektakulärste Weinmuseum der Iberischen Halbinsel.

Es befindet sich in Briones, einem Dorf auf einem Hügel an der N 232 von Logroño nach Haro, das bislang Reisende mit seinen trutzigen Steinhäuser und der imposanten Kirche beeindruckte, aber wenig Grund bot, dort länger zu verweilen. Unübersehbar erstreckt sich vor dem Ort der großzügig angelegte Komplex des Museums und der Bodega Dinastia Vivanco. Schon nach kurzer Zeit muss der Besucher konstatieren, dass der passionierte Sammler Pedro Vivanco eine beispielose Kollektion zusammen getragen hat. Verteilt auf zwei Ebenen und 9.000 Quadratmeter Gesamtfläche finden sich Objekte aller Art, die mit der Geschichte des Weines zu tun haben, angefangen bei Krügen aus dem dritten Jahrtausend vor Christus bis zu modernen Laboreinrichtungen.

Die Spannholzkonstruktion der ebenerdigen Halle birgt in ihrem zentralen Schiff riesige Holzpressen, Gärgefäße und landwirtschaftliche Maschinen aus den letzten Jahrhunderten, eingerahmt von einer in Nischen eingeteilten Galerie, die thematisch geordnet ist. Trinkgefäße aus ägyptischer, griechischer und römischer Zeit bilden das Präludium zu einer Wanderung durch die Geschichte des Weinbaus und des Weingenusses. Dabei erfahren die Besucher Wesentliches über die Herkunft der Vitis Vinifera an Hand von Fotos, Zeichnungen und Videos, bevor die Arbeit im Weinberg, einschließlich der Rebplagen, welche den Winzern in allen Zeiten Kummer bereitet haben, detailliert dargestellt wird.

Das Museum zeigt seine Verbundenheit mit der Rioja in einer eingehenden Dokumentation zur Geschichte des Weinbaus der Region, bleibt aber bei der überwiegenden Zahl der behandelten Themen bei einer über regionale Eigenheiten hinausgehenden Darstellung. Sehr anschaulich ist die mit allerhand authentischem Material ausgestattete Abteilung für Kellertechniken vom Altertum bis heute.

Doch dies ist nur der Anfang. Betritt man das behindertengerecht über schräge Ebenen zugänglich gemachte Untergeschoss, erlebt man in Multimediaversion anhand von Videos und der Geräuschkulisse einer Werkstatt, wie Barriquefässer entstehen und Korken geschnitten werden. Halb abgedunkelte Tunnel führen weiter zu einem großen Saal, der gespickt ist mit Kellertechnik aus längst vergangenen Zeiten. Instruktiv sind die Schauwände zur Farblehre sowie die Geruchsregale, an denen sich der Besucher mit den wichtigsten Weinaromen vertraut machen kann.

Spektakulär wird es dann im benachbarten Saal für Kunst und Wein. Sarkophage aus vorchristlicher Zeit, angeordnet neben römischen Mosaiken, ägyptischen Fruchtbarkeitsfiguren, wunderbaren historischen Humorgrafiken zum Thema Wein und Kunst des 20. Jahrhunderts von Picasso und andern Künstlern, machen den Rundgang zum Genuss. Schreitet man schließlich aus dem Halbdunkel hinauf in Richtung Ausgang, wird dem Besucher von einer Kanzel ein Blick auf den gigantischen Fasskeller des benachbarten Weingutes gewährt. Als Bonbon zum Ende des Rundgangs wartet die Korkenziehersammlung mit nicht weniger als 3.500 Exemplaren.

Nach der Besichtigung kann man sich bei einem Glas Wein in der großzügig angelegten Bar entspannen oder gut im angegliederten Restaurant baskisch-riojanisch essen. In der gesamten Rioja findet sich kein Lokal mit einem vergleichbaren Panoramablick über das Ebrotal und die baskische Rioja Alavesa vor dem wilden Hintergrund der Kantabrischen Gebirgskette.

Museum:
Dienstag bis Sonntag (Montag geschlossen)
Von Juni bis September von 10 bis 20 h
Von Oktober bis Mai 10 bis 18 h
Tel. 0034 941 322 323
info@dinastiavivanco.es
(um Voranmeldung wird gebeten)

Restaurant:
Von Dienstag bis Sonntagmittag (Sonntagabend und Montag geschlossen)
Von 13 bis 15h30 und von 20h30 bis 22h30
Reservierung: Tel. 0034 941 322 340

Allgemeine Information:
www.dinastiavivanco.com

Die Winzer
Team von Baron de Ley: Chema del Rio und Gonzalo Rodríguez
Barón de Ley in Mendavia

Mit der Betonung, die Bodegas Barón de Ley auf eigene Trauben legt, verstand es sich von selbst, dass man sowohl für den Weinbau wie für die Weinbereitung zwei Experten engagierte: Fernando González und Gonzalo Rodríguez. Fernando González hat inzwischen ein weites Rebenreich zu verwalten.

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Matías Calleja
Bodegas Beronia in Ollauri

Der Name des Betriebs erinnert an die „Berones“, die die Region im dritten Jahrhundert vor Christus einst besiedelten. Bereits sie schätzten die Gegend an den Ausläufern der Monte Mendiguerra nahe der Ortschaft Ollauri in der Rioja als ideal für den Weinanbau. Vor 35 Jahren gegründet, gehört Bodegas Beronia seit 1982 dem renommierten Weinhaus Gonzáles Byass an.

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Iker Madrid arbeitet in einem der schönsten Dörfer Spaniens
Iker Madrid in Elvillar de Alava

Laguardia gilt als eines der schönsten Dörfer Spaniens. Majestätisch thront das befestigte, im 10. Jahrhundert gegründete Städtchen auf einem Bergkegel, der einen atemberaubenden Rundblick auf die gesamte Rioja erlaubt. Direkt an der Stadtmauer befindet sich die Casa Primicia, ein gedrungenes Bruchsteinhaus, dessen Fassade von einem Sandsteintorbogen dominiert wird.

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Juan Pablo de Simón und seine Söhne Jaime und Pablo de Simón
Juan Pablo de Simón in Villabuena

Marqués Francisco Javier Solano y Eulate gründete 1860 sein Landgut auf dem er Korn und Reben anpflanzte. 1880, inspiriert durch den französischen Kellermeister Pineau, baute er schon früh seine Weine in kleinen französischen Eichenfässern aus. Diese maßgebliche Innovation gilt heute als Meilenstein in der spanischen Weingeschichte. "Marqués de la Solona" wurde zum Prototyp aller iberischen Klassiker.

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Pedro Vivanco Paracuellas wandelt auf den Spuren seines Vaters
Viñedos de Labarta in Alberite

Sein Großvater hatte den Schritt vom Weinbauern zum Kellereibesitzer vollzogen und sein Vater vergrößerte den Betrieb zu einem bedeutenden Handelshaus. Pedro Vivanco Paracuellas, Jahrgang 1946, wuchs dementsprechend in einer Atmosphäre auf, in der sich alles um den Wein der Rioja drehte. Schon früh packte ihn die Leidenschaft für Wein und es war für ihn gar keine Frage, dass er in die Fußstapfen seines Großvaters und Vaters treten wollte.

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