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Rioja

Rioja

Die Rioja ist und bleib Spaniens bekannteste Weinregion. Ihr Aufstieg begann, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts französische Winzer und Weinhändler in dem Gebiet am Ebro eine Alternative für ihre von der Reblaus vernichteten Weinberge fanden. Sie brachten viel Know-how an Keller- und Ausbautechniken mit, die aus den einfachen Bauernweinen der Rioja langlebige Weine mit elegantem Charakter machten.




Team von Baron de Ley: Chema del Rio und Gonzalo Rodríguez
Barón de Ley in Mendavia

Mit der Betonung, die Bodegas Barón de Ley auf eigene Trauben legt, verstand es sich von selbst, dass man sowohl für den Weinbau wie für die Weinbereitung zwei Experten engagierte: Fernando González und Gonzalo Rodríguez. Fernando González hat inzwischen ein weites Rebenreich zu verwalten.

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Matías Calleja
Bodegas Beronia in Ollauri

Der Name des Betriebs erinnert an die „Berones“, die die Region im dritten Jahrhundert vor Christus einst besiedelten. Bereits sie schätzten die Gegend an den Ausläufern der Monte Mendiguerra nahe der Ortschaft Ollauri in der Rioja als ideal für den Weinanbau. Vor 35 Jahren gegründet, gehört Bodegas Beronia seit 1982 dem renommierten Weinhaus Gonzáles Byass an.

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Iker Madrid arbeitet in einem der schönsten Dörfer Spaniens
Iker Madrid in Elvillar de Alava

Laguardia gilt als eines der schönsten Dörfer Spaniens. Majestätisch thront das befestigte, im 10. Jahrhundert gegründete Städtchen auf einem Bergkegel, der einen atemberaubenden Rundblick auf die gesamte Rioja erlaubt. Direkt an der Stadtmauer befindet sich die Casa Primicia, ein gedrungenes Bruchsteinhaus, dessen Fassade von einem Sandsteintorbogen dominiert wird.

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Juan Pablo de Simón und seine Söhne Jaime und Pablo de Simón
Juan Pablo de Simón in Villabuena

Marqués Francisco Javier Solano y Eulate gründete 1860 sein Landgut auf dem er Korn und Reben anpflanzte. 1880, inspiriert durch den französischen Kellermeister Pineau, baute er schon früh seine Weine in kleinen französischen Eichenfässern aus. Diese maßgebliche Innovation gilt heute als Meilenstein in der spanischen Weingeschichte. "Marqués de la Solona" wurde zum Prototyp aller iberischen Klassiker.

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Pedro Vivanco Paracuellas wandelt auf den Spuren seines Vaters
Viñedos de Labarta in Alberite

Sein Großvater hatte den Schritt vom Weinbauern zum Kellereibesitzer vollzogen und sein Vater vergrößerte den Betrieb zu einem bedeutenden Handelshaus. Pedro Vivanco Paracuellas, Jahrgang 1946, wuchs dementsprechend in einer Atmosphäre auf, in der sich alles um den Wein der Rioja drehte. Schon früh packte ihn die Leidenschaft für Wein und es war für ihn gar keine Frage, dass er in die Fußstapfen seines Großvaters und Vaters treten wollte.

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Rioja

Die Rioja ist und bleib Spaniens bekannteste Weinregion. Ihr Aufstieg begann, als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts französische Winzer und Weinhändler in dem Gebiet am Ebro eine Alternative für ihre von der Reblaus vernichteten Weinberge fanden.

Sie brachten viel Know-how an Keller- und Ausbautechniken mit, die aus den einfachen Bauernweinen der Rioja langlebige Weine mit elegantem Charakter machten. Bereits 1902 in einem Dekret des Königs anerkannt, erfuhr die Rioja 1991 den Aufstieg zur Denominación de Origen Calificada und wurde damit die erste (von bislang zwei) Superappellationen.

Geographisch unterteilt sich die Rioja in drei Gebiete:

La Rioja Alta: das Hauptgebiet mit der Weinkapitale Haro umfasst mehr als 26.000 Hektar Reben, wo der Atlantik das Wetter bestimmt, die Weine viel Eleganz zeigen und gut altern.

La Rioja Alavesa: sie verfügt über 13.000 Hektar Rebparzellen mit erstklassigen Lagen und kalkreichen Böden, auf denen der Tempranillo besonders aromatische Weine liefert.

La Rioja Baja: auf den 22.000 Hektar Reben südöstlich von Logroño wächst zu einem großen Teil Garnacha, denn hier wird das Klima vom Mittelmeer geprägt und ist wesentlich wärmer. Die Weine entwickeln folglich höhere Alkoholgehalte.

Die traditionellen Bodegas, die in der Regel über nur wenig eigenen Weinbergsbesitz verfügen, kaufen Trauben aus den drei Untergebieten und komponieren daraus ihre Cuvées, wobei sie Jahrgangsunterschiede auszugleichen und den Hausstil beizubehalten suchen. Sie bauen ihre Weine zu Crianzas, Reservas und Gran Reservas aus, die mit Trinkreife auf den Markt gebracht werden, wobei mit zunehmender Fassreife die Frucht zurücktritt und Gewürz- und Röstnoten den Vorrang gewinnen. In den letzten zwei Jahrzehnten entstanden in der Rioja eine Vielzahl von Gütern nach dem Château-Prinzip, die nur ihre eigenen Trauben vinifizieren, die Konzentration der Weine erhöhen und den Ausbau verringern. Bei diesem modernen Stil tritt die Frucht deutlicher hervor, über die Trinkreife entscheidet jedoch der Verbraucher. Der dritte, in der Rioja populäre Weinstil wird von den Cosecheros geliefert, selbst kelternden Winzern, die ihre Trauben in Kohlensäuremaischung vergären und als angenehme, sehr fruchtige vino joven verkaufen.

Die dominierende Rebsorte der Rioja ist der Tempranillo, der oft durch Garnacha Tinta ergänzt wird und seltener durch Mazuelo (Cariñena) und Graciano, eine säurebetontere Traube. Vor allem in der Rioja Baja wird auch gern Rosado erzeugt und in der gesamten Rioja eine kleine Menge an Weißwein, der vorwiegend aus Viura (Macabeo) gekeltert wird, selten ergänzt durch etwas Malvasia oder Garnacha Blanca.