Terras do Sado

Seinen Ruhm erlangte Setubal durch den Moscatel. Seit die Halbinsel südlich von Lissabon über die Brücke Vasco da Gama leicht zu erreichen ist, hat auch der Weinbau neue Impulse empfangen.Er mausert sich unter der Regional-weinbezeichnung Terras do Sado. Der Moscatel de Setúbal ist ein Weinmonument. Er wird aus der Muscat-Traube gewonnen, die hohe Zuckerwerte entwickelt.

Mit Weinbrand auf 17,5% verstärkt, zeigt er seinen einmaligen Charakter vor allem nach Jahre langem Ausbau in älteren, nicht ganz gefüllten Holzfässern. Die dabei eintretende Oxidation führt zu äußerst komplexen Aromen. Aufgrund seiner Qualität und der aromatischen Vielfalt beginnen Weinliebhaber den etwas in Vergessenheit geratenen großen Süßwein wieder zu entdecken. Dazu hat der portugiesische Gesetzgeber beigetragen, indem er den Namen Setubal für diesen großen historischen Wein reservierte.

Die größten Rebflächen der Halbinsel entfallen aber auf die DOC Palmela und den Vinho Regional Terras do Sado, der seinen Namen dem Fluss Sado entleiht, der im Süden in den Atlantik mündet. Beide besitzen Sandböden und trotz der südlichen Lage bestimmt der Atlantik ihr Klima. Einen Einfluss auf den Weinstil nimmt auch der hohe Grundwasserspiegel, der dazu führt, dass die Reben nie unter Trockenheit leiden. Diese Bedingungen entsprechen der roten Sorte Castelão, auch als Periquita bekannt, vorzüglich und führen zu reizvollen, roten Beerenaromen, feiner Säure und einer interessanten Tanninstruktur, zu Rotweinen, die sich ein hohes Ansehen erworben haben. Aber in dem besonderen Terroir erzielen die Winzer auch gute Resultate mit Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Während der Schwerpunkt auf Rotweinen liegt, überzeugen die Weißen nicht weniger. Inzwischen versteht man sich darauf, aus der Muscat-Traube auch sehr aromatische, trockene Weine zu keltern und auch den anderen Sorten, vor allem Fernão Pires, Spritzigkeit, Frische und Frucht dank moderner Kellertechnik und kontrollierten Gärtemperaturen zu verleihen. Es ist der Experimentierfreudigkeit seiner Winzer zu verdanken, dass Terras do Sado bei portugiesischem Wein zu einem Begriff geworden ist. 

Stadt am Meer  

Setubal ist stolz darauf, unter die 30 schönsten Buchten der Welt Aufnahme gefunden zu haben. Tatsächlich ist seine Lage zwischen der Serra da Arrábida und dem weiten Mündungsgebiet des Sado von besonderem Reiz.

Es ist die Verbindung einer lebendigen (kleinen) Großstadt und ihrer einmaligen Lage, die Setubal so reizvoll macht. So verfügt es über einen eigenen Hafen mit einer Fischereiflotte, denn Fisch und Meeresfrüchte sind eine der Spezialitäten der Stadt. Überall tischt man die traditionelle „caldeirada“ auf, diesen typischen gewölbten Metalltopf, indem seit jeher die Fischer ihren Eintopf aus verschiedensten Fischen zubereiteten. Besonders gut sind die einfach auf dem Grill zubereiteten, frisch gefangenen Fische, ob Sardinen oder Rotbarben,  Seewolf oder Seezunge, aber auch die verschiedenen Muscheln und Krustentiere und Kalamar und Krake nicht zu vergessen.  Nahe am Hafen findet man zahlreiche Restaurants, so an der Avenida Luísa Todi, die sich vom Yachthafen durchs Stadtzentrum zieht. Einst verlief hier die Stadtmauer, von der hier noch zwei Tore erhalten sind, die Porta do Sol und der Postigo da Ribeira. Die schönste Terrasse der Stadt gehört zur São-Filipe-Burg, die Philip II von Spanien, der zugleich König von Portugal war, im 16. Jahrhundert errichten ließ. Ihre Festungsmauern ergeben einen unregelmäßigen Stern über der Stadt und ihrer Bucht und auf einem Teil wurde die Terrasse mit ihrem grandiosen Blick eingerichtet. Die Burg wurde in einen Pousada verwandelt, dessen Interieur gerade renoviert wurde. Wem der Sinn nach Strand steht, der sollte von Setubal über die Mündung des Sado auf die Halbinsel Tróia übersetzen. Ihre Atlantikseite bietet über Kilometer hin feinste Sandstrände.

Informationen unter www.mun-setubal.pt/

Die Winzer
Weinmacher bei Pegoes: Jaime Quendera
Cooperativa Agrícola de Santo Isidro in Pegões-Velhos

Dass heute die Weine von Pegões nicht nur in Portugal, sondern auch im Ausland bekannt sind und einen guten Ruf genießen, ist zu einem erheblichen Teil dem Önologen und Weinmacher der Cooperativa zu verdanken. Nach seinem Studium erhielt Jaime Quendera Anfang der 1990er Jahre bei den Winzergenossen in Santo Isidoro de Pegões den Posten des Junior-Weinmachers.

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