• Depotfinder
    Depots in Ihrer Nähe:
Südwesten-Norden

Südwesten-Norden

Die alte Grafschaft der Gascogne zählt zum Vorland der Pyrenäen. Geologisch erfuhr das gesamte Gebiet, das zuvor vom Meer bedeckt war, eine entscheidende Umgestaltung. Erst durch die Auffaltung der Pyrenäen und im Anschluss durch die Verbreitung ihrer Sedimente durch die in ihnen entspringenden Flüsse nach Norden.

Die Gascogne 

Die alte Grafschaft der Gascogne zählt zum Vorland der Pyrenäen. Geologisch erfuhr das gesamte Gebiet, das zuvor vom Meer bedeckt war, eine entscheidende Umgestaltung. Erst durch die Auffaltung der Pyrenäen und im Anschluss durch die Verbreitung ihrer Sedimente durch die in ihnen entspringenden Flüsse nach Norden.

Im Gers findet man verschiedenartige Bodenstrukturen, doch für den Weinbau eignen sich insbesondere Hänge und Hochplateaus, bei denen die Böden aus einem Gemisch von Sandstein, Mergel und Kalk bestehen. Die hügelige Landschaft mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen legte es den Bauern nahe, sich auf Polykultur auszurichten, und noch heute sind Betriebe nicht selten, die neben Weinbau auch Mais und Getreide anbauen. Eine Spezialität des Gers wurde außerdem die Geflügelzucht, vor allem die Enten- und Gänsemast.  

Traditionell wurde Wein im Gers und in Teilen der angrenzenden Départements Landes und Lot-et-Garonne für die Destillierung des Armagnac angebaut, doch in den letzten 30 Jahren, in denen der Absatz des charaktervollen Weinbrands ins Stocken geriet, haben sich Winzer und Genossenschaften vorwiegend und erfolgreich auf die Erzeugung von Landweinen verlegt.

Die Côtes de Gascogne sind eine Vin-de-Pays-Appellation des Départment Gers im Südwesten Frankreichs. Sie gehören zur großen, übergreifenden Landweinregion des Vin de Pays du Comté Tolosan. Beide haben sich vor allem mit ihren frischen, fruchtigen Weißweinen einen Namen erworben. Dazu steht den Winzern eine breite Palette an Rebsorten zur Verfügung, doch das eigenständige Profil gewinnen die Weißweine durch die regionalen Sorten Colombard und Gros Manseng, oft durch Ugni Blanc ergänzt, die vorherrschende Rebsorte für den Armagnac. Auf geeigneten, besonders warmen Lagen lassen sich auch rote Sorten zur Reife bringen, wobei Merlot und die beiden Cabernets vorherrschen.

Das Gers ist das Herz der einstigen Gascogne. In seinem Südwesten wird es vom Fluss Adour bestimmt, der in den Pyrenäen entspringt und dann zunächst nach Norden fließt. Zwischen Tarbes und Riscle schenkt der Adour dem Gers eine fruchtbare Ebene, in der sich der Maisanbau konzentriert. Bei Riscle, wo sich der Fluss nach Westen wendet, erstreckt sich auf den Hügeln zu beiden Seiten seines Ufers das Gebiet des Saint-Mont, an das sich weiter westlich die Appellation Madiran anschließt.

Im 11. Jahrhundert gründeten die Benediktiner hier ein Kloster und begannen mit dem Weinbau. Auf den Hängen, von denen das Wasser in den Adour abfloss, wurden die Trauben zu Wein vergoren, während man die Lese von Lagen, deren Wasser die Garonne aufnahm, zu Armagnac brannte. Lange Zeit sicherte der Armagnac den Gascons gute Einkünfte. Man zeigte wenig Interesse, die Weinlagen klassifizieren zu lassen, denn alle staatliche Kontrolle war den Gascons ein rotes Tuch, und Steuern waren es allemal.

Immerhin gründeten 30 Winzer 1957 ein Syndikat, um die Weine der Côtes de Saint-Mont zu verteidigen und ihr Gebiet abzustecken. Die Appellation des Vin délimité de Qualité supérieure, kurz VDQS, wurde ihnen 1981 zugesprochen. Von den ursprünglichen 184 Hektar ist sie auf 1.100 Hektar angewachsen, die fast ausschließlich zu Plaimont gehören. Petit und Gros Manseng, Arrufiac und Petit Courbu spielen die Hauptrolle beim weißen Côtes de Saint-Mont, während diese beim roten von der Tannat eingenommen wird, die durch Pinenc, auch Fer Servadou genannt, sowie Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon ergänzt wird. Nur ein Fünftel der gut 80.000 Hektoliter im Jahr entfällt auf Weißwein, die Hälfte auf Rotwein, dem der Rosé an Volumen an zweiter Stelle folgt.

Schlossbesuche im Armagnac-Gebiet

Nicht weit von Gondrin und der Domaine des Cassagnoles lohnen zwei Schlösser den Besuch, die beide zugleich für ihren Armagnac bekannt sind.

Das Château du Busca-Maniban in der Nähe von Mansencôme wurde auf einer Kuppe errichtet, von der man einen weiten Blick auf die Ténarèze genießen kann und bei klarem Wetter sogar die Gipfelkette der Pyrenäen zu sehen ist. Der elegante Bau, der auf den Ruinen einer mittelalterlichen Burg errichtet wurde, beeindruckt im Innern durch die bombastische Treppe, die in den ersten Stock führt, wo der italienische Salon einen schönen Eindruck davon gibt, wie Adelige im 18. Jahrhundert gewohnt haben. Sehenswert sind auch die Küche und eine mit italienischen Gemälden geschmückte Kapelle. Der Besuch endet in der Bibliothek, in der man die exzellenten Armagnacs des Schlosses probieren kann.
Von April bis Mitte November nachmittags gegen Eintritt. www.buscamaniban.com

Nur wenige Kilometer weiter in Richtung Condom war das Château de Cassaigne mit seinem gepflegten Park einst die Bischofsresidenz. Darin wurde dem Armagnac ein Museum gewidmet und die Chais des Schlosses können als gediegenste Fasskeller des Gers gelten. Berühmt ist die Küche aus dem 16. Jahrhundert, deren Decke wie ein Backofen gemauert ist.
Ganzjährig geöffnet von 9–12 h und von 14–19 h. www.chateaudecassaigne.com

Condom mit seinen alten Stadthäusern, seinen Armagnac-Händlern und den Quais an der kanalisierten Baisse hat viel Charme. Der Ort war eine wichtige Station auf dem Jakobsweg, was seine im gotischen Stil gehaltene imposante Kathedrale bezeugt. Kommt man aus Richtung Gondrin nach Condom, findet man gleich zu Beginn des Städtchens ein Schild, das zum Moulin du Petit Gascon weist, einem sympathischen kleinen Restaurant mit guter Regionalküche, wo man im Sommer auf der Terrasse direkt an einer Schleuse speisen kann.

Moulin du Petit Gascon
Route d’Eauze, Chemin de l’Argenté,
32100 Condom,
Tel. +33 5 62 28 28 42.

Auch die Küche der Gascogne schöpft aus dem Vollen. Bei aller Raffinesse bleibt sie der Bauerntradition treu. Vor allem dekliniert sie die regionalen Spezialitäten wie Geflügel und Lamm. Seit 100 Jahren wird in der Bonne Auberge in Manciet das kulinarische Erbe der Musketiere gepflegt. Pépito und Simone Sampietro tun sich dabei besonders hervor. Sie verbinden Gastfreundschaft, Gemütlichkeit und feine Küche zu einem unwiderstehlichen Ganzen. Schöne Terrasse am Dorfplatz.

Nette Zimmer.
Bonne Auberge
F-32370 Manciet
Tel. +33 562 085004, Fax. +33 562 085884
Sonntagabend geschlossen.

Last but not least kann man auch auf der Domaine des Cassagnoles das idyllische Leben der Gascogne genießen. Janine und Gilles Baumann bieten eine Ferienunterkunft für bis zu acht Personen an. Ein ruhiger Garten mit Barbecue gehört ebenso dazu wie vier Zimmer, Salon, Sat-TV, eine voll eingerichtete Küche sowie Waschmaschine und Trockner. Nur wenige Kilometer entfernt stehen Sportbegeisterten Tennis-, Boule- und Golfplätze zur Verfügung.

Die Winzer
Winzer Patrick Barde hegt und pflegt die Reben
Familie Barde in Saint-Méard-de-Gurçon

Gilles, der Vater von Patrick Barde, zählte zu den ersten, die Weißweine modern bereiteten. Dabei gab er dem aromatischen Sauvignon den Vorzug - so wie heute auch Patrick. 

Lernen Sie unseren Winzer und seine Weine kennen »

Marine und George Dubard von Château Gouyat
Gouyat - Geschwister Dubard

Das Gut von Grégory und seiner Schwester Marine Dubard liegt bei Saint-Médard de Gurçon. 1997 erstanden deren Vorfahren die erste Domaine - Gouyat - in Bergerac. Seit 2008 sind Grégory und Marine als zweite Generation mit dabei.

Lernen Sie unseren Winzer und seine Weine kennen »

Olivier Bourdet-Pees
Winzerverein Plaimont in Riscle

Plaimont-Direktor Olivier Bourdet-Pees hat das Glück, den Winzerverband von einem herausragenden Vorgänger übernommen zu haben: Kaum eine andere Persönlichkeit in der jüngeren französischen Weingeschichte hat die Zukunft einer ganzen Region so sehr geprägt wie André Dubosc die des Gers.

Lernen Sie unseren Winzer und seine Weine kennen »