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Südwesten-Norden

Südwesten-Norden

Die alte Grafschaft der Gascogne zählt zum Vorland der Pyrenäen. Geologisch erfuhr das gesamte Gebiet, das zuvor vom Meer bedeckt war, eine entscheidende Umgestaltung. Erst durch die Auffaltung der Pyrenäen und im Anschluss durch die Verbreitung ihrer Sedimente durch die in ihnen entspringenden Flüsse nach Norden.




Winzer Patrick Barde hegt und pflegt die Reben
Familie Barde in Saint-Méard-de-Gurçon

Gilles, der Vater von Patrick Barde, zählte zu den ersten, die Weißweine modern bereiteten. Dabei gab er dem aromatischen Sauvignon den Vorzug - so wie heute auch Patrick. 

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Marine und George Dubard von Château Gouyat
Gouyat - Geschwister Dubard

Das Gut von Grégory und seiner Schwester Marine Dubard liegt bei Saint-Médard de Gurçon. 1997 erstanden deren Vorfahren die erste Domaine - Gouyat - in Bergerac. Seit 2008 sind Grégory und Marine als zweite Generation mit dabei.

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Olivier Bourdet-Pees
Winzerverein Plaimont in Riscle

Plaimont-Direktor Olivier Bourdet-Pees hat das Glück, den Winzerverband von einem herausragenden Vorgänger übernommen zu haben: Kaum eine andere Persönlichkeit in der jüngeren französischen Weingeschichte hat die Zukunft einer ganzen Region so sehr geprägt wie André Dubosc die des Gers.

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Die Gascogne 

Die alte Grafschaft der Gascogne zählt zum Vorland der Pyrenäen. Geologisch erfuhr das gesamte Gebiet, das zuvor vom Meer bedeckt war, eine entscheidende Umgestaltung. Erst durch die Auffaltung der Pyrenäen und im Anschluss durch die Verbreitung ihrer Sedimente durch die in ihnen entspringenden Flüsse nach Norden.

Im Gers findet man verschiedenartige Bodenstrukturen, doch für den Weinbau eignen sich insbesondere Hänge und Hochplateaus, bei denen die Böden aus einem Gemisch von Sandstein, Mergel und Kalk bestehen. Die hügelige Landschaft mit ihren unterschiedlichen Ausrichtungen legte es den Bauern nahe, sich auf Polykultur auszurichten, und noch heute sind Betriebe nicht selten, die neben Weinbau auch Mais und Getreide anbauen. Eine Spezialität des Gers wurde außerdem die Geflügelzucht, vor allem die Enten- und Gänsemast.  

Traditionell wurde Wein im Gers und in Teilen der angrenzenden Départements Landes und Lot-et-Garonne für die Destillierung des Armagnac angebaut, doch in den letzten 30 Jahren, in denen der Absatz des charaktervollen Weinbrands ins Stocken geriet, haben sich Winzer und Genossenschaften vorwiegend und erfolgreich auf die Erzeugung von Landweinen verlegt.

Die Côtes de Gascogne sind eine Vin-de-Pays-Appellation des Départment Gers im Südwesten Frankreichs. Sie gehören zur großen, übergreifenden Landweinregion des Vin de Pays du Comté Tolosan. Beide haben sich vor allem mit ihren frischen, fruchtigen Weißweinen einen Namen erworben. Dazu steht den Winzern eine breite Palette an Rebsorten zur Verfügung, doch das eigenständige Profil gewinnen die Weißweine durch die regionalen Sorten Colombard und Gros Manseng, oft durch Ugni Blanc ergänzt, die vorherrschende Rebsorte für den Armagnac. Auf geeigneten, besonders warmen Lagen lassen sich auch rote Sorten zur Reife bringen, wobei Merlot und die beiden Cabernets vorherrschen.

Das Gers ist das Herz der einstigen Gascogne. In seinem Südwesten wird es vom Fluss Adour bestimmt, der in den Pyrenäen entspringt und dann zunächst nach Norden fließt. Zwischen Tarbes und Riscle schenkt der Adour dem Gers eine fruchtbare Ebene, in der sich der Maisanbau konzentriert. Bei Riscle, wo sich der Fluss nach Westen wendet, erstreckt sich auf den Hügeln zu beiden Seiten seines Ufers das Gebiet des Saint-Mont, an das sich weiter westlich die Appellation Madiran anschließt.

Im 11. Jahrhundert gründeten die Benediktiner hier ein Kloster und begannen mit dem Weinbau. Auf den Hängen, von denen das Wasser in den Adour abfloss, wurden die Trauben zu Wein vergoren, während man die Lese von Lagen, deren Wasser die Garonne aufnahm, zu Armagnac brannte. Lange Zeit sicherte der Armagnac den Gascons gute Einkünfte. Man zeigte wenig Interesse, die Weinlagen klassifizieren zu lassen, denn alle staatliche Kontrolle war den Gascons ein rotes Tuch, und Steuern waren es allemal.

Immerhin gründeten 30 Winzer 1957 ein Syndikat, um die Weine der Côtes de Saint-Mont zu verteidigen und ihr Gebiet abzustecken. Die Appellation des Vin délimité de Qualité supérieure, kurz VDQS, wurde ihnen 1981 zugesprochen. Von den ursprünglichen 184 Hektar ist sie auf 1.100 Hektar angewachsen, die fast ausschließlich zu Plaimont gehören. Petit und Gros Manseng, Arrufiac und Petit Courbu spielen die Hauptrolle beim weißen Côtes de Saint-Mont, während diese beim roten von der Tannat eingenommen wird, die durch Pinenc, auch Fer Servadou genannt, sowie Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon ergänzt wird. Nur ein Fünftel der gut 80.000 Hektoliter im Jahr entfällt auf Weißwein, die Hälfte auf Rotwein, dem der Rosé an Volumen an zweiter Stelle folgt.