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Roussillon

Roussillon

Das Roussillon, im Jahr 1790 zum Département der Pyrénées-Orientales ernannt, ist Frankreichs südlichste Provinz. Schon im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung führten griechische Siedler den Weinbau an seiner Küste ein. Es stellt sich als ein gigantisches antikes Theater dar, das eine Vielzahl an Lagen beinhaltet, die dem Weinbau günstige Bedingungen bieten.




Patrick de Marien ist seit 1987 Präsident der Genossenschaft
Cave des Vignerons in Embrès-et-Castelmaure

An diesem Morgen Ende September hatte der Nordwestwind mächtig aufgedreht. Eisig fegte er über die zerklüfteten Hügel der Corbières. Zur Freude der Winzer hatte er die drohenden Wolken vom Himmel verjagt. Patrick de Marien rieb sich die Hände. „Heute machen wir Eiswein“, scherzte er. Er hatte seinen Lesehelfern empfohlen, auszuschlafen. „Später werde ich ihnen ein paar Hühner kaufen, um sie bei Laune zu halten.

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Simon Dauré
Familie Dauré in Cases-de-Pène

Die Daurés waren zunächst Weinhändler im Roussillon. Ihr – auf natursüßen Vins doux naturels basierender – Apéritifwein hatte sie in ganz Frankreich bekannt gemacht. Aber die Brüder Dauré erkannten früh genug, dass die goldene Zeit dieser schweren und süßen Weine zu Ende ging, und verkauften ihre Marke, ihr Unternehmen. Stattdessen erwarben sie das Schlossgut bei Cases-de-Pène, nordwestlich von Perpignan.

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Vereinte Kräfte: Das Team des Winzervereins Calce
Winzerverein in Calce

Die Vignerons du Château de Calce sind die kleinste und ungewöhnlichste Winzergenossenschaft im Roussillon. Nachdem ihr Präsident Jean-Claude Balmigère jedenfalls offiziell in den Ruhestand getreten ist, teilen sich seine Tochter Valérie und Winzer-Neuling Maximilien Paillard diese Ehre, üben aber in der täglichen Realität gemeinsam die Funktionen des Kellerei-Direktors und Mädchen-für-alles unentgeltlich aus.

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Côtes du Roussillon

Das Roussillon, im Jahr 1790 zum Département der Pyrénées-Orientales ernannt, ist Frankreichs südlichste Provinz. Schon im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung führten griechische Siedler den Weinbau an seiner Küste ein.

Von den Pyrenäen im Süden und Westen, den Corbières im Norden und dem Mittelmeer im Osten begrenzt, stellt es sich als ein gigantisches antikes Theater dar, das eine Vielzahl an Lagen beinhaltet, die dem Weinbau günstige Bedingungen bieten. Die Appellation Côtes du Roussillon Villages liegt im Norden des Département und ist ausschließlich den Rotweinen von 32 Gemeinden vorbehalten, in denen 2.000 Hektar Weinberge bewirtschaftet werden. Der Agly schlängelt sich durch dieses karge, trockene, windreiche und bergige Gebiet, in dem die Sonne 2.500 Stunden im Jahr scheint. Bis vor wenigen Jahren dominierten die Genossenschaften, doch in letzter Zeit kam es zu einer Vielzahl von Neugründungen durch einheimische Winzer und Investoren, die das Potenzial der Region lockte.

Auf den Hängen aus Schiefer, Granit oder Kalkstein gestatten die Rebstöcke von Natur aus nur geringe Erträge völlig gesunder Trauben und eine optimale Reife, sodass die Weine nicht angereichert werden müssen (und laut Gesetz auch nicht dürfen). Die traditionellen Rebsorten sind Carignan, die hier ihre höchste Qualität erreicht, sowie Grenache Noir bzw. ihr naher Verwandter Lladoner Pelut. Seit der Zuerkennung der Appellation 1977 haben die Winzer große Anstrengungen unternommen und durch das Anpflanzen von Syrah und Mourvèdre den Sortenspiegel um zwei weitere hochwertige südliche Rebsorten erweitert, die den Weinen intensivere Aromen, vielfältigeren Ausdruck und feinere Struktur verleihen.