Jean-Luc Lavergne & Joël Julien
Cave les Costières in Pomérols

Der junge experimentierfreudige Önologe Joël Julien ist im Departement Hérault aufgewachsen. Dort betreibt seine Familie schon seit Generationen Weinbau. Wo es andere nach Australien oder Chile zieht, machte er Auslandserfahrungen in Bezug auf Wein in Tschechien. Er wollte mal etwas ganz anderes kennen lernen außerhalb seiner Heimat.

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Winzerin mit Courage: Claude Vialade
Claude Vialade in Lagrasse

Schon immer war Claude Vialade eine Frau mit Courage. Deshalb wagte sie es, 1981 das Weingut nicht weit von Lagrasse und seiner berühmten Abtei zu erwerben, zu einer Zeit, als Weine aus dem Languedoc noch gar keinen oder sogar einen schlechten Ruf besaßen. Aber das Zeug zum Pionier liegt bei den Vialades anscheinend in der Familie.

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James und Catherine Kinglake
Domaine Begude in Cépie

James und Catherine Kinglake hatten einen Traum – ein eigenes Weingut. Im Jahr 2003 bereisten sie den gesamten Süden Frankreichs bis nach Italien, auf der Suche nach einem Anwesen ihrer Vorstellung. Die Suche dauerte lange an, aber sie wurden fündig. Bei Limoux, zu Füßen der Pyrenäen, erwarben sie die Domaine Begude aus dem 16. Jahrhundert. Mit der ehemaligen Postkutschenstation wurde der Traum der beiden Engländer wahr.

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Pierre Bésinet (r.) mit Tochter und Schwiegersohn
Familie Bésinet in Vias

Pierre Bésinets Familie ließ sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Saint-Georges d’Orques bei Montpellier nieder, das sich bald als eines der besten Terroirs des Languedoc einen Namen machen sollte, und wo er zur Welt kam: „Als ganz kleiner Junge habe ich Erinnerungen an den Geruch des Kellers bewahrt, wo man die Fässer füllte, die nach „fernen Ländern“ wie der Schweiz, Nizza, Amerika gingen.“

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Vincent Pugibet
Familie Pugibet in Béziers

Im Jahre 1890 fing alles an. Großvater Louis Pugibet, Hufschmied, verliebte sich in eine Winzer-Tochter und erhielt durch deren Mitgift seinen ersten Hektar. Bald kaufte er das benachbarte Land und taufte es Colombette. "Little Louis" war sein Spitzname, weil er nicht so groß war, er träumte von Reisen und war ein begeisterter Rugbyspieler. 1966 markierte einen Wendepunkt in der Zukunft von Colombette. Sohn Francois übernahm die Domaine.

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Patriarch Louis Marie Teisserenc
François Teisserenc in Pouzolles

„Die Weine der Domaine de l'Arjolle sind ein Spiegelbild all der Frauen und Männer, die für ihre Herstellung verantwortlich sind. Das heißt: modern, immer authentisch, vielfältig, immer einzigartig. Ich lade Sie auf eine wunderbare Reise mit unseren Weinen ein und teile gerne mit Ihnen die Erlebnisse meiner Heimat.“

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Gérard Bertrand
Gérard Bertrand in Narbonne

„Die Umwelt nachhaltig zu schützen, die Harmonie und das Gleichgewicht der Ökosysteme wiederherzustellen, die aufwendige Arbeit der Winzer dafür anzuerkennen und den zukünftigen Generationen die Hand zu reichen - das sind die Herausforderungen von heute und die Verpflichtungen von morgen.“

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Über Umwege zum Erfolg: Winzerlegende Jean-Claude Mas
Jean-Claude Mas in Pézenas

„Luxe Rural (Luxus für jeden Tag) fasst unsere Kultur und Philosophie zusammen. Mit dem größten Respekt für unsere ländlichen Wurzeln streben wir nach Perfektion. Unsere Weine sind das Ergebnis unserer Mission, echte Emotionen zu wecken.“

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Winzer Laurent Miquel
Laurent Miquel in Cessenon-sur-Orb

Laurent Miquel, der das Weingut zusammen mit seiner Ehefrau Neasa Corish und seinen Eltern führt, ist angespornt durch eine Wette mit einem Winzer aus St. Emilion. Jener behauptete, in der Appellation St. Chinian könnten niemals elegante Weine entstehen. Da hat er nicht mit dem Ehrgeiz von Laurent und dem Potenzial des Languedoc gerechnet! Erst im letzten Jahr stellte er dem Herausforderer seinen Wein zur Probe vor – und es gelang Laurent, den Zweifler zu überzeugen.

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Nicolas de Saint-Exupéry ist Önologe
Nicolas de Saint-Exupéry in Salles-d'Aude

„Als ich Kind war, lebten hier mindestens fünf Familien“, erzählt Comte Jacques de Saint-Exupéry. „Im Stall standen 20 Pferde, die von alten Junggesellen geführt wurden, die ihre Zimmer über dem Stall hatten. Zwanzig Tagelöhner kamen täglich aus dem Dorf dazu.“ Diese Zeiten hatten sich bereits krass geändert, als er 1967 auf dem Familiengut zu arbeiten begann.

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Pierre Bories in Montseret

In einem alten Gebäude aus dem 18. Jahrhundert bringt Florence, Tochter der Winzerfamilie, Besuchern die Passion für den Wein näher. Hier sitzt man zusammen, lauscht den Geschichten rund um die Weine von Ollieux-Romanis – und verkostet die edlen Tropfen zusammen. Auch der älteste Sohn der Familie, Pierre, folgte dem Ruf des Weins. Er trägt die „olympische Fackel“, seine Leidenschaft für den Wein, durch die Terroirs und achtet dabei besonders auf naturnahen Anbau.  

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Pierre Degroote blieb der Liebe wegen im Midi
Pierre Degroote in Colombiers

Mit seinen Eltern, die in Flandern einen Landwirtschaftshandel betrieben und Traktoren der Marke John Deere verkauften, kam Pierre Degroote in jeden Sommerferien in die Region von Béziers. Kaum 20 Jahre alt, verliebte er sich in ein Mädchen aus dem Midi und als er 1969 dort die Weinlese mitmachte, beschloss er zu bleiben.

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Der Heimat verbunden: Winzer Régis Valentin
Régis Valentin in Valflaunes

Régis Valentin ist am Pic Saint Loup aufgewachsen, seine Wurzeln sind hier fest verankert. Es hat ihn nie in die Ferne gezogen. Er liebt seine Heimat und ist ihr treu. Schon immer fühlte er sich zum Weinberg und zum Wein hingezogen. Seit seiner frühesten Jugend arbeitet er mit seinem Onkel und seinem Vater im Familienbetrieb. Es ist ihr Verdienst, dass auf Régis die Leidenschaft für den Wein übertragen wurde.

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Bertrand Girard
Vinadeis in Corbières

Sylvain Chaussé ist wohl das, was man als „Winzer von Welt“ bezeichnen kann. Frankreichs Bordeaux, Spanien, Australien – hier entdeckte Sylvain verschiedenste Terroirs und Weinbereitungstechniken, lernte König Cabernet Sauvignon zu dienen und prestigeträchtige Eisweine zu vinifizieren. Mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen kehrte er zurück nach Frankreich, genauer ins Languedoc.

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Önologe Xavier Roger
Xavier Roger in Carcassonne

„Das Languedoc mit seiner reichen Tradition, der wunderschönen Natur und dem mediterranen Klima ist ein wahres Füllhorn an unterschiedlichsten Weingärten und Rebsorten. Meine Aufgabe ist es, authentische Weine mit echtem Regional-Charakter zu kreieren, die dabei für jedermann erschwinglich sind.“ 

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Languedoc

Das Languedoc durchlief in den letzten 150 Jahren einen Wandel vom Massenweingebiet hin zur geschätzten Provenienz für Qualitätsweine und gute Vins de Pays.

Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Unmengen an billigen Weinen per Eisenbahn in die aufkommenden Industriegebiete Nordfrankreichs, wo zur täglichen Kalorienration der Arbeiter mehrere Liter Rotwein gehörten. Ein Jahrhundert später trat das mit 400.000 Hektar größte Weinanbaugebiet der Welt in eine gravierende Krise ein, denn der allgemeine Lebensstil hatte sich grundlegend gewandelt. Eine völlige Umstrukturierung setzte ein. Über ein Viertel seiner Reben mussten weichen und nur die besten Lagen wurden unter den erteilten Appellationen wie Fitou, Corbières, Limoux, Cabardès, Minervois, Faugères, Saint-Chinian, Clairette du Languedoc und Coteaux du Languedoc anerkannt. 

Noch vor der Anerkennung der Appellationen im Languedoc – mit Ausnahme der symbolischen Ernennung von Fitou 1948 – wurde die allgemeine Weinproduktion in Frankreich und damit auch diejenige im Languedoc-Roussillon reglementiert, indem man 1968 die Vins de Pays schuf, die entweder aus einer bestimmten definierten Zone oder aus einem Départment stammen mussten. Inzwischen hat man zusätzlich fünf regionale Vins de Pays geschaffen.

Pionier dieser Bewegung wurde der Vin de Pays d’Oc, der 1987 aus der Taufe gehoben wurde, um auf die Anforderungen des modernen und internationalen Weinmarktes zu reagieren.  Sein Gebiet erstreckt sich über die vier Départments der Pyrénées Orientales, des Aude, des Hérault und des Gard. Im Mittelpunkt seiner Dynamik stehen die Vins de Cépages, die sortenreinen Weine, vor allem aus Chardonnay und Sauvignon bei den Weißweinen, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah bei den Roten, doch insgesamt werden unter seiner Bezeichnung 32 verschiedene Sorten abgefüllt. Dahinter steht eine Neuorientierung der 1.500 Mitglieder seines Syndikats, denen es gelang, durch entsprechende Erneuerung ihrer Rebflächen und Modernisierung ihrer Keller ein modernes und ansprechendes Weinangebot zu schaffen. Jeder Vin de Pays d’Oc muss rigorose Tests durchlaufen, bevor er seine Anerkennung erhält und in den Handel kommen darf.