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Bordeaux Medoc

Bordeaux Medoc

Die Weinlandschaften links der Gironde, dem von Dordogne und Garonne gespeisten Mündungstrichter in den Atlantik, sind die wichtigsten Regionen innerhalb des Bordelais. Besonders ihnen verdankt Frankreichs Top-Anbaugebiet sein großes Renommee. Zahlreiche berühmte Châteaux sind dort zu Hause. Sie offerieren Weine von Weltruhm, die rund um den Globus hoch geschätzt und heiß begehrt sind.




Thomas C. Press
Thomas C. Press in Saint-Germain d'Esteuil

Als im Jahre 1986 die beiden Deutschen Dieter Tondera und Carl E. Press das Château Castera übernahmen, besaß dessen Wein bereits einen guten Ruf, aber Schloss und Keller befanden sich in üblem Zustand. Davon ließen sich die beiden jedoch nicht abschrecken. Wer heute das gepflegte Schlossgut besucht, kann sich nicht vorstellen, welche Aufgabe auf die beiden Freunde vor gut 20 Jahren wartete.

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Médoc und Haut-Médoc

Die Weinlandschaften links der Gironde, dem von Dordogne und Garonne gespeisten Mündungstrichter in den Atlantik, sind die wichtigsten Regionen innerhalb des Bordelais. Besonders ihnen verdankt Frankreichs Top-Anbaugebiet sein großes Renommee. Zahlreiche berühmte Châteaux sind dort zu Hause. Sie offerieren Weine von Weltruhm, die rund um den Globus hoch geschätzt und heiß begehrt sind.

Zwei international anerkannten Topreben verdankt die gesamte Region ihren großen Ruf: zum einen der Cabernet Sauvignon, die auf kargen, steinigen, gut entwässernden und wärmespeichernden Böden zu Höchstform aufläuft, sowie zum anderen der Merlot, die gehaltvollere, sandig-lehmige Böden bevorzugt. In Cuvées harmonieren beide vorzüglich: hier die nach Cassis duftende Cabernet, die mit ihren ausgeprägten Gerbstoffen die Voraussetzung für ein großes Reifepotenzial schafft, und dort die an Schwarzkirsche und Pflaume erinnernde, körperreiche Merlot, die für Rundheit und Fülle sorgt. Oft beschränken sich die Winzer nicht lediglich auf diese beiden Trauben, wenn sie ihre Cuvées komponieren. So spielen in vielen großen Weinen links der Gironde auch Cabernet Franc und Petit Verdot wichtige Rollen.

Zwei Unterzonen gibt es dort: im Norden das Médoc, das sich von der Mündung bis vor die Grenzen der Gemeinde St.-Estephe hinzieht, und weiter südlich das größere und renommiertere Haut-Médoc, das bei St.-Estephe beginnt und nördlich der Stadt Bordeaux endet. Das Médoc ist geprägt durch gehaltvolle Böden mit sandigem Lehm und kleineren Kieseinlagerungen. Dies hat dazu geführt, dass immer mehr Winzer den Anteil der Merlot erhöhen. Hieraus resultieren Weine, die eher fruchtbetont und wegen ihres im Vergleich zum Haut-Médoc geringeren Tanningehalts früher genussreif sind. Viele dieser Weine haben ein ausgesprochen hohes Niveau, Weltklasse erreichen sie allerdings nicht. Dies hat den Vorteil, dass Sie mit den Gewächsen des Médoc überdurchschnittlich gute Bordeaux-Weine zu sehr moderaten Preisen erstehen können.

Die Böden des Haut-Médoc sind geprägt durch die charakteristischen Kieskruppen, nährstoffarme, steinige Böden. Dies ist das ideale Terrain für die Cabernet Sauvignon. Besonders die berühmten Gemeinde-Appellationen stehen für ausgezeichnete Weine. Das im Norden gelegene St.-Estephe, ein ehemaliges Fischerdorf an der Gironde, steht in dem Ruf, alterungsfähige Weine hervorzubringen, die in fortgeschrittenem Reifestadium eine geradezu explosionsartige Aromenvielfalt offenbaren.

Südlich von St.-Estephe liegt Pauillac, Heimat so berühmter Châteaux wie Mouton-Rothschild. Dort entwickelt die Cabernet äußerst feine, langlebige Tannine, so dass den Weinen von Pauillac nachgesagt wird, das größte Reifepotenzial aller Gewächse des Bordelais zu besitzen. Als nächster Ort folgt St.-Julien, dessen Weinen eine gewisse Würze attestiert wird. Schließlich ist das renommierte Margaux zu erwähnen, dessen noble Kreszenzen sich samtig, körperreich und sehr weich präsentieren. Neben diesen genannten Gemeindeappellationen genießen mit Listrac und Moulis zwei weitere Orte recht hohes Ansehen.

Bei allen Unterschieden ist eines allen großen Weinen links der Gironde gemeinsam: die Reife im Barrique. Indem sie monatelang in kleinen Eichenfässern ruhen, nehmen sie nicht nur mit den würzigen Aromen des Holzes weitere Aromen auf. Der durch die Holzporen eintretende Sauerstoff trägt auch dazu bei, dass sich Farbstoffe und Tannine verfeinern und der Wein auf diese Weise an Harmonie gewinnt.