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Rheinhessen

Rheinhessen

Rheinhessen meldet sich zurück! Lange Zeit lag Deutschlands größtes Weinbaugebiet in einer Art Dornröschenschlaf. Eine junge, ambitionierte Winzergeneration küsste den Weinriesen wach und bescherte ihm einen steilen Aufstieg, der seinesgleichen sucht.




Johannes und Elli Geil-Bierschenk
Familie Geil-Bierschenk in Bechtheim

1871 legte Georg Geil, Vater von Johann Geil, den Grundstein für die Weintradition der Familie in Bechtheim. Sein Sohn Johann Geil, der spätere Namensgeber des Betriebs, war zehn Jahre alt, als er im Garten einen Kastanienbaum pflanze, der noch heute mit seinen mächtigen Armen über das Anwesen ragt. Wie dieser Baum wuchs auch die Liebe zum Wein. So war es auch Johann Geil, der als einer der ersten in Bechtheim Wein in Flaschen füllte.

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Das Winzer-Ehepaar Hofmann
Jürgen und Carolin Hofmann in Appenheim

"Simply wine"  – wenn bei dieser Botschaft eine Verbindung mit Tina Turners Hit „simply the best“ hergestellt wird, fühlen sich acht Winzer aus sechs verschiedenen deutschen Anbaugebieten bestimmt geschmeichelt. Geboren aus dem Bedürfnis „einfach nur Wein“ zu machen, schlossen sich Jürgen Hofmann und Carolin Willems der Gruppe SIMPLY WINE an.

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Schon seine Vorfahren liebten den Weinbau: Stefan Winter
Stefan Winter in Dittelsheim-Hessloch

Für die Familie Winter ist der Wein ein Generationenprojekt, und zwar im doppelten Sinne: Denn einerseits sind die Winters, erstmals 1469 urkundlich erwähnt, schon seit vielen Jahrhunderten im Rebbau aktiv. Und andererseits arbeiten heute zwei Generationen gemeinsam an jedem neuen Jahrgang.

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Rheinhessen

Rheinhessen meldet sich zurück! Lange Zeit lag Deutschlands größtes Weinbaugebiet in einer Art Dornröschenschlaf. Eine junge, ambitionierte Winzergeneration küsste den Weinriesen wach und bescherte ihm einen steilen Aufstieg, der seinesgleichen sucht.

Nachdem noch vor 20 Jahren die früher berühmte, später berüchtigte Liebfrauenmilch die Exportmärkte flutete, entstehen heute im Viereck zwischen Bingen, Mainz, Alzey und Worms Weine von ungeahnter Qualität. 

26.000 Hektar umfasst die Rebfläche, die im Norden und Osten vom Rhein umschlossen wird. Taunus und Odenwald halten kalte Winde fern und sorgen für ein mildes Klima. Noch immer spielt die zuverlässige Müller-Thurgau-Rebe eine wichtige Rolle für moderne, unkomplizierte Weißweine. Zunehmend gewinnen aber edlere Sorten an Bedeutung. Bereits Anfang der 90er Jahre riefen qualitätsorientierte Erzeuger die Initiative „Rheinhessen-Silvaner“ ins Leben, deren Weine, bekannt auch unter dem griffigen Kürzel „RS“ von sich reden machen. Auch Weiß- und Grauburgunder sind im Kommen.

Bemerkenswert ist der Aufschwung des Rieslings, der in zuvor unbekannten Lagen Qualitäten hervorbringt, die Fachleute nicht erwartet hätten. Seit den 90er Jahren brilliert die „Selection Rheinhessen“ mit authentischen Weinen auf Spitenniveau. Und beim Riesling-Erzeugerpreis 2007 war Rheinhessen gleich mit mehreren Weinen in der Spitzengruppe vertreten. Beachtung verdient auch der Rotwein. Dessen Rebfläche hat sich innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt, wovon insbesondere der beliebte Dornfelder profitierte.

Es gibt also viel zu entdecken in Rheinhessen. Besucher finden eine exzellente Infrastruktur vor, die aktiven Genießern nicht nur zahlreiche Wander- und Sportmöglichkeiten bietet, sondern auch Kulinarisches. Freunde von Straußwirtschaften und Gutsschänken kommen ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber der feinen Küche. Es versteht sich von selbst, dass bei den Gaumenfreuden stets eine große Portion Lokalkolorit zum Zug kommt.