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Central Valley

Central Valley

Chile bietet dem Weinbau nahezu paradiesische Bedingungen. Während der Wachstumsperiode herrscht trockenes, mediterranes Klima mit geringer Luftfeuchtigkeit und hoher Lichtintensität. Es sorgt dafür, dass sich die Trauben gesund entwickeln und voll ausreifen. Die in den Anden entspringenden und von der Schneeschmelze gespeisten Flüsse liefern genügend Wasser für die Weinberge.

Prestige-Region Colchagua

Chile bietet dem Weinbau nahezu paradiesische Bedingungen. Während der Wachstumsperiode herrscht trockenes, mediterranes Klima mit geringer Luftfeuchtigkeit und hoher Lichtintensität. Es sorgt dafür, dass sich die Trauben gesund entwickeln und voll ausreifen. Die in den Anden entspringenden und von der Schneeschmelze gespeisten Flüsse liefern genügend Wasser für die Weinberge. Der Wall der Anden hat außerdem die Reblaus von Chile fern gehalten, so dass die meisten Weingärten mit wurzelechten Rebstöcken bepflanzt wurden. Dies ist einer der Gründe, warum die Weine des Landes eine intensive Aromatik besitzen.

Obwohl diese Charakteristika als gemeinsamer Nenner gelten können, zeigen sich doch von Tal zu Tal erhebliche Unterschiede. Das Colchagua-Tal, 180 Kilometer südlich von Santiago de Chile, gehört zur übergreifenden Anbauregion Rapel. Seit dem 18. Jahrhundert wird dort Wein erzeugt. Als die Winzer begonnen hatten, vom Massen- auf den Qualitätsweinbau um-zustellen, hat das Colchagua-Tal zunehmend Selbständigkeit bewiesen. Sein Vorzug liegt in dem relativ kühlen Klima, weil auf seiner Höhe die Küstenkordilleren niedrig verlaufen und der Pazifik seinen Einfluss im Hinterland stärker geltend macht. Die Böden sind sehr unterschiedlich und die Mikroklimata werden nicht zuletzt von den variierenden Höhenlagen be-stimmt, zumal die Winzer neue Pflanzungen gezielt auf Hängen oder in den Hügeln angelegt haben, um durch ärmere Böden und kühlere Temperaturen mehr Konzentration und Finesse in den Weinen zu erreichen. Vier Fünftel seiner über 22.000 Hektar Reben sind mit roten Sorten bestockt. Bekannt für die hohe Qualität seiner Cabernet-Sauvignon-Weine, zeigen in letzter Zeit auch Syrah und Carmenère aus Colchagua ihre Klasse.

Der Charme von Santa Cruz

Reisefreudige Weinfreunde sind längst ins Colchagua-Tal vorgestoßen, wo sich einige der besten und interessantesten chilenischen Weingüter befinden, darunter nicht zuletzt die Viña Montes im Apalta-Tal. Sympathisches Zentrum dieses Anbaugebiets ist die Kleinstadt Santa Cruz, zugleich Kapitale der chilenischen Sombrero-Fabrikation.

Bestes Haus am Platze, an der schattigen Plaza de Armas, ist das Santa Cruz Plaza mit seinen großzügigen Hotelzimmern. In seinem Restaurant „Los Varietales“ sitzt man angenehm unter der weiten, überdachten Terrasse und genießt die Küche von Hernán Hernández Ruiz, der sich von typischen chilenischen Gerichten inspirieren lässt, aber über klassisch-französisches Know-how verfügt. Vor allem schwört er auf frische Zutaten, ob Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch oder Gemüse. Zur Vorspeise empfiehlt er Chapalele, frittierte Teigfladen mit einer raffinierten Füllung aus Jakobsmuscheln, Lachs und Krabben. Ausgezeichnet sind der gegrillte Seewolf mit geräucherten Gemüsen und das geschmorte Kaninchen.

Der Keller legt den Schwerpunkt auf Güter des Colchagua-Tals und eine Auswahl ihrer interessantesten Weine, Viña Luis Felipe Edwards und Viña Montes sind gut vertreten, ebenso die Weine der Hacienda Araucano der Brüder Jacques und François Lurton.

Nur schräg gegenüber der Plaza entflieht man im Club Union Social der hektischen Welt. In seinem lauschigen Garten servieren betagte Kellner betulich lokale Spezialitäten. Nirgendwo sind die mit Käse gefüllten Empanadas so frisch und zart, die Paltas (Avocados) im Salat so perfekt reif und zergeht das Plateada (das gesottene Rindfleisch) so unwiderstehlich auf der Zunge. Da freut man sich, dass auch Nicht-Club-Mitglieder hier speisen können.

Hotel Santa Cruz Plaza
Tel. 0056.72.821.010, Fax 0056.72.823.445
reservas@hscp.cl, www.hotelsantacruzplaza.cl

Club Union Social Santa Cruz, Plaza de Armas 178
Tel. 0056.72.822.529

Schon auf der Plaza de Armas fällt auf, welch prächtige Sombreros die Einheimischen tragen. Ein echter Guaso, wie Gauchos in Chile heißen, trägt mit Würde einen dieser ausladenden Hüte, die aus Stroh oder Filz hergestellt werden. Luis Cabrera Caceres belieferte früher ganz Chile mit seinen kunstvollen Kopfbedeckungen und machte Santa Cruz zur Kapitale des Sombrero. Inzwischen haben sich mehrere Hutmacher in der Kleinstadt niedergelassen, aber Cabreras Werke gelten als die besten. Es versteht sich von selbst, dass der auserkorene Sombrero mittels Schablone, Form und Bügeleisen dem Kopf des Kunden perfekt angepasst wird.

Sombrereria Santa Cruz, R. Casanova 256

Die Winzer
Luis Felipe Edwards hat Vorfahren in England
Luis Felipe Edwards in San José de Puquillay

Die Edwards sind eine angesehene Familie in Chile. Ihre Vorfahren stammten aus Schottlands und wanderten um 1835 in das südamerikanische Land aus. Hier traten sie zunächst als Bankiers hervor. Auch der 1944 geborene Luis Felipe Edwards dachte zunächst nicht an Landgüter oder Weinbau, sondern übernahm 1970 einen wichtigen Posten bei einer multinationalen Sanitärfirma. Erst ein Freund ließ ihn die Liebe zum Weinbau entdecken.

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