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McLaren Vale

McLaren Vale

Auch wenn Australien zu den Weinländern der Neuen Welt zählt, ein Neuling unter den Weinerzeugern ist es nicht. In Down Under wird seit 1788 Weinbau betrieben. In Südaustralien begannen die ersten britischen Siedler 1838 Wein anzupflanzen, doch insbesondere der Zustrom lutherischer Auswanderer aus Schlesien um 1850 förderte den Aufschwung des Weinbaus entscheidend.




Winzerfamilie Johnston
Geoff Johnston, Winzer in McLaren Vale

Alexander Campbell Johnston, das zehnte von dreizehn Kindern einer 1839 nach Australien eingewanderten Familie, kaufte im Jahre 1892 in der Willunga-Ebene (2 km südöstlich des damals kleinen Städtchens McLaren Vale) 97 Hektar Land und nannte sein neues Besitztum „Pirramimma“. Ein Wort aus der Sprache der Aboriginee der Region, das „der Mond und die Sterne“ bedeutet.

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Im Süden Australiens

Auch wenn Australien zu den Weinländern der Neuen Welt zählt, ein Neuling unter den Weinerzeugern ist es nicht. In Down Under wird seit 1788 Weinbau betrieben. In Südaustralien begannen die ersten britischen Siedler 1838 Wein anzupflanzen, doch insbesondere der Zustrom lutherischer Auswanderer aus Schlesien um 1850 förderte den Aufschwung des Weinbaus entscheidend. Sie machten das Barossa Valley zum Zentrum der südaustralischen Weinindustrie und noch heute haben die größten Firmen dort ihre bedeutendsten Kelleranlagen.

War Victoria im 19. Jahrhundert der bei der Weinproduktion führende Bundesstaat, wurde es von Südaustralien Anfang des 20. Jahrhunderts auf den zweiten Platz verwiesen. Ausschlaggebend dafür war die Entwicklung des Riverland nach dem Ersten Weltkrieg. In dem weiten Flachland, dessen Rebfelder dank des Murray River bewässert werden können, begann man große Mengen günstiger Trauben zu erzeugen, die die Firmen im Barossa Valley vinifizierten.

Das warme Barossa Valley selbst wurde zum Inbegriff des australischen Shiraz mit außerordentlich vollen, kräftigen Rotweinen mit deutlichem Schokoladentouch. Schon seine verstärkten Weine genossen großes Ansehen, während in letzter Zeit aus alten Grenache- und Mourvèdre-Trauben gekelterte Rotweine Kultstatus zukommt.

Schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte Coonawarra im Südosten des Bundesstaates von sich reden, wo auf den flachen, von riesigen Gummibäumen gesäumten Lagen Reben ihre Wurzeln in den rotbraunen Terra-Rossa-Boden treiben, durch den sie in Kalksteinschichten vordringen. Dies erwies sich als ein ausgezeichnetes Terroir für Cabernet Sauvignon. Auch Clare Valley nördlich von Adelaide und das McLaren Vale mit dem bekannten Langhorne Creek südlich der Stadt zählen zu den historischen Weingebieten.

Mit der Ausrichtung auf trockene Tafelweine setzte in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts eine völlig neue Bewegung ein. Sie interessierte sich mehr und mehr für kühlere Regionen und führte zum Vorstoß des Weinbaus in bislang nicht oder wenig entwickelte Gebiete wie das Hochland des Eden Valley südöstlich von Barossa oder ab 1990 in die hohen und reich bewaldeten Adelaide Hills, die sich bestens für weiße Sorten und Pinot Noir eignen.

Im Rampenlicht der letzten Jahre stand vor allem die Limestone Coast, wo nach dem Aufschwung von Coonawarra und Padthaway mit ihren ausgewogenen Rotweinen viel- versprechende Lagen zwischen der Küste und den Naracoorte-Bergen bepflanzt wurden.

Heute stellt Südaustralien die Hälfte der Weinproduktion des Kontinents, wobei es sowohl preiswerte Einstiegsweine, aber auch viele der gesuchtesten Ikonenweine liefert. Erwarb es sich anfangs vor allem mit seinen vollen Rotweinen international Ansehen, kommen inzwischen auch viele der besten Weißweine – nicht zuletzt Riesling – aus dem großen und sehr vielseitigen Bundesstaat.