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Langhorne Creek

Langhorne Creek

Langhorne Creek ist eine der australischen Anbauregionen, die in den letzten Jahren am meisten Interesse auf sich gezogen hat. Das Gebiet, das mit dem McLaren Vale zur Fleurieu Zone gehört, einer der sieben Anbauzonen Südaustraliens, schließt sich südöstlich an die Adelaide Hills an und kann schnell von der Hauptstadt Südaustraliens erreicht werden.




Robbie Potts: Ururenkel von Frank Potts
Familie Potts in Langhorne Creek

Was in europäischen Weinländern oft die Regel ist, stellt sich in Australien als Besonderheit heraus: Der Familie Potts gehören die Bleasdale Vineyards in der fünften Generation und damit sind sie nach Hill Smith von Yalumba die zweitälteste sich noch in Familienbesitz befindende Winery des Kontinents. Robbie Potts hat also heute die Aufgabe seines Ururgroßvaters Frank übernommen.

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Langhorne Creek

Langhorne Creek ist eine der australischen Anbauregionen, die in den letzten Jahren am meisten Interesse auf sich gezogen hat.Das Gebiet, das mit dem McLaren Vale zur Fleurieu Zone gehört, einer der sieben Anbauzonen Südaustraliens, schließt sich südöstlich an die Adelaide Hills an und kann schnell von der Hauptstadt Südaustraliens erreicht werden. Seine Entdeckung als Weinregion verdankt es Frank Potts, der in den Jahren nach 1860 dort als erster Reben setzte, um aus Shiraz port- und aus Verdelho madeiraähnliche Weine zu keltern, wie es damals üblich war. Ein weiterer Pionier in dem flachen, zum Lake Alexandrina abfallenden Gebiet zwischen dem Bremer River und dem Angas River, die beide am Mount Baker entspringen, war Arthur Formby, ein anderer Engländer, der 1890 die Stonyfell Vineyards gründete. Andere Farmer im Umkreis folgten ihrem Beispiel und bauten Trauben an, die sie verkauften, aber nur Bleasdale und Stonywell machten sich einen gewissen Namen für selbst vinifizierte Weine. Mit der Hinwendung zu trockenen Weinen in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen die großen Weinunternehmen Südaustraliens auf den ungewöhnlich sanften Charakter der Rotweine des Langhorne Creek aufmerksam zu werden und dort Trauben einzukaufen.

Drei Phänomene machen den Langhorne Creek zu einem ungewöhnlichen Weinanbaugebiet. Neben der reichlichen Wasserversorgung sind dies die fruchtbaren, tiefen, sandig-lehmigen Schwemmböden und ein besonderes Klima während der Wachstumsperiode der Reben. Dann dringen an den meisten Tagen vom Südpazifik über den Lake Alexandrina Winde ins Land und sorgen für erhöhte Luftfeuchtigkeit, verschleierten Himmel und folglich reduzierte Tagestemperaturen, die eine verlängerte Reifeperiode bewirken. Dieses Zusammenspiel von kühlerem Klima, fruchtbaren Böden, trockener Wachstumszeit, aber ausreichender Wasserversorgung führt bei den roten Sorten zu intensiven, reifen Fruchtaromen, vollem Körper und weichen Tanninen, also Rotweinen mit hohem Trinkgenuss.

Der Boom im Langhorne Creek setzte erst in den letzten Jahren ein. Dann aber ging man daran, enorme Blöcke von bis zu 300 Hektar Größe vor allem mit Cabernet Sauvignon und Shiraz zu bestocken, die man mit Wasser aus dem Lake Alexandrina bewässert. Standen 1995 nur 450 Hektar unter Reben, sind es inzwischen weit über 6.000 Hektar und alle großen Weinfirmen Südaustraliens haben eigene Güter am Bremer oder Angas River, aber auch mehrere Boutique Wineries haben sich dort inzwischen niedergelassen.