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Über Domaine des Bruyères in Cébazan


Auf dem Terrain

„Mein Vater ist Winzer in Sancerre, wo meine beiden Brüder auf der Domaine arbeiten. Ich verstehe mich gut mit ihnen. Zu zweit kann man noch zusammenarbeiten, aber zu dritt, da hatte ich meine Zweifel, deshalb bin ich meinen eigenen Weg gegangen.“

Xavier Roger gehörte nicht zu den Winzersöhnen, die schon von klein auf begeistert in der Weinlese halfen, er arbeitete zwar mit, aber ohne großen Enthusiasmus. Dennoch wählte er den Wein als Berufszweig und begann seine Ausbildung auf dem bekannten Lyzeum in Beaune, wo er „auf den Geschmack“ kam. Deshalb wählte er als nächste Station die Universität in Montpellier, wo er sowohl das Diplom als Agraringenieur wie als Önologe ablegte. Seine erste Auslandserfahrung machte er in Kalifornien, bevor er sich zwei Jahre lang um ein 60 Hektar großes Gut im Languedoc kümmerte. Danach reizte ihn noch einmal die Ferne und eine Saison lang arbeitete er als Winemaker in Neuseeland, ein Begriff, der noch heute auf seiner Visitenkarte steht. Nach seiner Rückkehr stieß er 1999 zu LGI, einer Handelsgesellschaft für Weine aus dem Languedoc, die der erfahrene Unternehmensgründer Alain Grignon in Carcassonne einst aufgebaut hatte. Grignons Ziel: Weine des Languedoc mit einem guten Verhältnis zwischen Qualität und Preis in moderner Aufmachung zu exportieren. Dafür reichte es ihm nicht, bereits fertige Weine aufzukaufen, wie es bislang üblich war. Die Qualitätskontrolle musste wesentlich früher einsetzen, nämlich beim Winzer. Und dies wurde Xaviers Aufgabe.

„Ich bin oft auf dem Terrain, wenig im Büro“, konstatiert Xavier. Damals begann er in Argeliers damit, die Weinberge den drei Qualitätsstufen zuzuordnen. „So schaffen wir es, die Produkte zu unterscheiden und die Winzer nach ihrer Leistung zu bezahlen. Wir wissen, dass wir nicht 400 Mitglieder im selben Moment voranstoßen können, also nehmen wir die besten und bezahlen sie am besten.“ 

Die Weine