• Depotfinder
    Depots in Ihrer Nähe:

Über Olivier Ramé in Ventenac-Cabardès

  • Weinberge von Maison Ventenac
  • Domaine Ventenac
  • Domaine Ventenac
  • Eindrücke aus dem Weinberg
  • Die Landschaft der Domaine
  • Das Kellereigebäude

Winzer mit Zweitbegabung

Olivier Ramé, der Schwiegersohn von Alain Maurel, kam erst durch seine Liaison mit Stéphanie Maurel zum Wein. Ursprünglich arbeitete er im Finanzsektor und genoß die Vorzüge der Großstadt Paris. Erst als er in die Abläufe eines Weingutes involviert wurde und Gefallen am Wein fand, freundete sich auch sein Schwiegervater mit der Idee an, Olivier in die Abläufe einzubeziehen. Olivier sattelte noch einmal um und studierte Weinbau. Von 2007 bis 2009 besuchte er 200 Weingüter in 40 verschiedenen Weinregionen. Mit diesem Wissen kelterte er 2009 seinen ersten Jahrgang.

Natürlich gibt es vereinzelt Diskussionen zwischen Alain und Olivier, aber das facht das Feuer um die Sache nur noch mehr an. Wenn Olivier neben Weingut und Familie Zeit hat, widmet er sich einer anderen Begabung: er zeichnet. Auch einige Etiketten sind schon seiner Feder entsprungen.

Alain erwarb Anfang der 1970er Jahre die ersten Weinberge in Ventenac und begann – zum Schrecken seiner Kollegen – diverse Parzellen herauszureißen. Alle minderwertigen Midisorten fielen seinem Qualitätsstreben zum Opfer, während die alteingesessenen Güter sich schwer taten, von den neuen Möglichkeiten zu profitieren. Maurel schaute zunächst den bekanntesten Winzern anderer Regionen auf die Finger und ging dann in Zusammenarbeit mit den Weinbautechnikern der Landwirtschaftskammer seiner Region daran, die eigenen Lagen unter die Lupe zu nehmen und genau zu analysieren. Erst dann pflanzte er neu, Merlot und Cabernet auf die feuchteren Stücke, Grenache und später Syrah auf die trockeneren.

Er zählte zu den Ersten im Cabardès, die der Region und ihrem Wein ein neues Profil verliehen, das sowohl aus den atlantischen wie den mediterranen Einflüssen Nutzen zu ziehen versteht. Die 700 mm Niederschläge im Jahresdurchschnitt, die Maurels 70 Hektar Weinberge erhalten, bringen sie den 900 mm in Bordeaux näher, während in Narbonne gerade mal die Hälfte fällt. Regen ist deshalb Maurels Lieblingsthema. Denn im Gegensatz zum trockenen Midi erlangen Cabernet Sauvignon und Merlot in seiner Region Harmonie, und im Gegensatz zum Bordelais reifen sie (meist) ohne Probleme.

Terra Vitis mit völliger Transparenz beim integriertem Anbau

Maurel brach mit diversen Gewohnheiten älterer Winzerkollegen. So setzte er 6.500 Stöcke auf den Hektar statt der üblichen 4.000, um die Erzeugung pro Stock zu reduzieren, das Potenzial an Aromen und Struktur aber zu erhöhen. Um seine Ideen in der Praxis umsetzen zu können, bildete er selbst sein Team aus, damit Rebschnitt, Drahtrahmenerziehung, Entfernen der Geiztriebe, Freilegung der Trauben und integrierter Rebschutz so ausgeführt werden, wie er es für notwendig erachtet, damit gesunde Trauben mit optimaler Reife geerntet werden können. Um deutlich zu machen, wie ernst es ihm damit sowie generell mit Umwelt und Gesundheit ist, trat er Terra Vitis bei, einer Winzervereinigung, die völlige Transparenz bei integriertem Anbau praktiziert und deren Mitglieder sich von einer unabhängigen Kontrollfirma prüfen lassen. Er sieht die Erhaltung der natürlichen Vielfalt der Flora und Fauna als eine der wesentlichen Aufgaben eines Winzers an.

Die Weine