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Über Winzerverein Hoheburg in Ruppertsberg


Generationenvertrag

„Bei uns handelt es sich nicht darum, dass die junge Generation alles umkrempelt“, sagt der durchaus jugendlich wirkende Gerhard Brauer, „sondern es handelt sich um eine Arbeit über Generationen hinweg. “ Denn Brauer ist in der 90 Jahre alten Geschichte des Ruppertsberger Weinkellers Hoheburg erst der dritte hauptamtliche Geschäftsführer.

In den ersten 20 Jahren des 20. Jahrhunderts reichte es aus, dass die Lehrer am Ort ehrenamtlich die Bilanz addierten. Den ersten hauptamtlichen Geschäftsführer stellte der Verein in den 30er Jahren ein, und er versah diese Aufgabe drei Jahrzehnte lang. Dann folgte Geschäftsführer Nr. 2, der 45 Jahre im Betrieb arbeitete, davon 35 Jahre verantwortlich. Als er vor gut 10 Jahren ausschied, übernahm Gerhard Brauer den Posten. „Vier Jahre zuvor bin ich zunächst als stellvertretender technischer Betriebsleiter hier in das Unternehmen eingetreten“, berichtet er. „Denn ich bin Önologe von Haus aus, habe aber im Laufe meiner Ausbildung in Geisenheim auch das kaufmännische Rüstzeug mit in die Hand bekommen.“

Veränderungen im Ausbau des Weins, zu fruchtigen trockenen Weißweinen

Mit dieser doppelten Kompetenz entwickelte er einen eigenen Weg für den Verein, der sich auszahlt. Der Fachhandel wurde das eine Standbein, zumal seit Ende der 90er Jahre, als das Angebot an Rotweinen wuchs. „Eine Besonderheit für unser Haus ist außerdem eine starke Exportorientierung und damit einhergehend eine gewisse Innovationskraft“, betont Brauer. „Wir haben uns mit Fragestellungen auseinander gesetzt, wie sie an uns von außerhalb herangetragen wurden. Das ist auch ein Grund dafür, dass wir in Deutschland in den letzten Jahren so erfolgreich sind, weil das zu einer Abwandlung des Sortiments geführt hat, zu Veränderungen im Ausbau des Weins, zu fruchtigen trockenen Weißweinen.“

Nach England, Schweden, Belgien, in die Niederlande und nach Japan verkauft er Pfälzer Weine in moderner Ausstattung. „Wir wollen mit der Flaschenausstattung auch eine Aussage im Hinblick auf den Inhalt treffen und kommunizieren, dass es zeitgemäße Weinstile sind, zeitgemäß, frisch, zukunftsorientiert, aber nicht modisch. Eine Mode hat etwas kurzfristiges, doch unsere Art zu denken und zu handeln ist nicht kurzfristig angelegt, sondern wir wollen uns damit mittel- und langfristig durchsetzen.“

Die Weine