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Über Andrea Sartori in Negrar


Verliebt in Verona

Andrea Sartori kam in einer Weinfamilie zur Welt, die seit drei Generationen mit Leidenschaft Weinbau und Weinhandel betrieb und wo er schon als Schuljunge in der Kellerei sein Taschengeld aufbesserte.

Wollte er also von klein auf in die Fußstapfen seines Vaters, Großvaters und Urgroßvaters treten? „Dass ich mit Wein arbeiten wollte, wurde mir klar, als ich 18 Jahre alt war“, erwidert er. „Anfangs war es nicht die Tradition oder der Wein selbst, die mich anzogen, sondern die Menschen. Zu der Zeit pflegte mein Vater alle unsere Gäste bei uns zu Hause zu unterhalten.

Er brachte englische, amerikanische, deutsche Gäste in unser Haus, jede und jeden. Ich begann, von diesen Menschen fasziniert zu sein, von der Weinwelt, von ihrem Stil. Ich muss zugeben, dass alle, die ich aus der Weinwelt traf – und das ist bis heute meine Erfahrung -, sehr gute Leute waren, kreativ, unterhaltsam, mit positiver Haltung – und ich denke: das liegt am Wein. So entschied ich mich schließlich, ins Weingeschäft einzusteigen. Als ich dann in der Firma arbeitete, begann ich die Tradition zu verstehen und die Produkte und auch von ihnen fasziniert zu sein, doch zu Anfang waren es die Menschen.“

Sein Rüstzeug holte er sich einerseits dadurch, dass er alle Bereiche des Familienunternehmens durchlief und andererseits in den USA, wo er sich die Methoden des Marketings aneignete und bei ihrem Importeur praktische Erfahrungen im Handel sammelte. Unter ihm hat das Veroneser Weinhaus eine neue und internationale Dimension gewonnen, wobei ihm sein Bruder Luca und Cousin Paolo tatkräftig zur Seite stehen. Der Erfolg gründet sich auf eine Philosophie, die sich der eigenen Region und ihrer Tradition zutiefst verpflichtet fühlt und sich in ihrer Treue auch dann nicht irritieren ließ, als die Weine Veronas als Billigheimer in Supermärkten von ihrem Glanz einbüßten. Immer schon standen für die Sartoris die Appellationen im Umkreis Veronas im Mittelpunkt: Bardolino, Valpolicella und Amarone, Soave, Lugana und Blanco di Custoza. Aus Überzeugung nennt sich die Familienfirma deshalb Sartori di Verona und erzeugt in jeder der einheimischen Appellationen herausragende Weine.

„Ich bin ein Rotweintrinker, um es gleich zu sagen“, bekennt Andrea, „auch wenn ich in letzter Zeit begonnen habe, einige unserer Weißweine zu mögen. Was ich in unserer Gegend am meisten an Rotweinen mag, ist das charakteristische Kirschfinish, das so typisch für die Corvina-, Molinari- und Rondinella-Trauben ist, und das reicht von einem einfachen Valpolicella bis zu einem sehr hochwertigen Amarone.“ Er schätzt an den Weinen Veronas, dass sie nicht so kompliziert und mächtig sind wie die anderer Regionen und Länder und dass man sie während eines gesamten Essens schmecken: vom Aperitif bis zum Hauptgericht. „Selbst ein großer und lange gealterter Amarone ist schließlich eine angenehme Erfahrung aufgrund seiner Rundheit, des Kirsch-Abgangs und seiner Textur, die nicht kompliziert ist, sondern freundlich und ansprechend.“

Die Weine