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Über Paolo Manzone, Winzer in Serralunga d'Alba (Cuneo)


Leidenschaft ohne Ende

Paolo Manzone redet nicht, es sprudelt geradezu aus ihm heraus. Wenn er nicht unterbrochen wird, kommt es einer Rede-Quelle gleich, die nie versiegt. Auch nach 15 Jahren als Winzer ist seine Leidenschaft so groß, als arbeite er noch an seinem ersten Jahrgang. Das Weingut stammt aus der Familie seiner Frau Luisella, die ihm die volle Verantwortung übertragen hat. Deren Großeltern lieferten die Trauben allerdings ab. Erst als Paolo 1997 einstieg,  füllten sie eigene Weine in Flaschen. Luisella, von Paolo "Luvi" genannt, ist als Lehrerin tätig und gibt zu, sich in ihrer Freizeit lieber mit Freundinnen zu verabreden, als im Weinberg zu stehen oder hinter einem Messestand. Dennoch heißt ein Wein nach ihrem Spitznamen, so nachsichtig ist Paolo mit seiner Frau ... Seiner Schwiegermutter ist der Wein "Fiorenza" gewidmet.

Bis 1999 arbeitete Paolo noch als Einkäufer bei einem italienischen Wein-Versandhandel. Dort lernte er die Weine von Jean-Claude Mas und Montes kennen. Bei Montes in Chile absolviert er während der Ernte 1996 ein Praktikum.

Beide Tätigkeiten ließen sich irgendwann schlecht miteinander vereinbaren. Also verließ Paolo den Handel und widmete sich ganz den eigenen Weinen. Aus den sieben Hektar Rebfläche wurden zehn. Von seinen Weinbergen kommen Barbera d'Alba DOC, Dolcetto und Nebbiolo delle Langhe DOC. Von Anfang an praktizierte er kontrolliert umweltschonenden Weinbau. 2011 kam eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach.

Die Weinberge der Cascina Meriame liegen halbmuschelförmig in Serralunga. Dort betreiben die Manzone neben ihrem Weingut ein Agriturismo; www.barolomeriame.com . Die Sicht aus den Zimmern ist ein Traum: Das Piemont liegt mit seinen Hügel und den darauf thronenden Dörfern direkt vor einem. Den Pool für die Gäste baute Paolo über sein Flaschenlager. Das ist nicht nur Platz sparend, sondern dient auch der Klimatisierung des Lagers. Der Boden rund um den Pool ist übrigens aus alten Fassdauben angefertigt – das sieht nicht nur originell, sondern auch sehr schön aus. Nach dem Bad sei die Trattoria del Bivio zu empfehlen. Dort ist die Cousine mit nicht weniger Leidenschaft eine großartige Gastgeberin; www.trattoriadelbivio.it.

Die Weine