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Über François Lurton, Winzer in La Seca


Weltenbummler

François Lurton ist der Sohn von André Lurton und wuchs auf Château Bonnet auf. So wurde er von klein auf mit Weinbergen, Keller und der Weinwelt vertraut. Folgerichtig richtete auch er sich beruflich auf den Weinhandel aus und begann 1983 seine Karriere als regionaler Verkaufsleiter von Champagne Moët & Chandon, bevor er in den Familienbetrieb als Direktor für Verkauf und Marketing eintrat. In dieser Funktion bereiste er einen großen Teil der Welt, baute ein beeindruckendes Netz von Vertretern und Vertreibern auf und vervierfachte in zehn Jahren den Umsatz der Güter André Lurtons.

Mit den damaligen Aufgaben im Familienunternehmen fühlte er sich nicht ausgefüllt, zumal er aufgrund seiner einschlägigen Auslandserfahrungen wusste und sah, welche außerordentlichen Möglichkeiten die Weinwelt Ende der 80er Jahre bot. So gründete er 1988 gemeinsam mit seinem Bruder Jacques, von Beruf Önologe, eine eigene Aktiengesellschaft, die Jacques & François Lurton SA. Anfangs boten sie ihre Dienste als Berater für Vinifikation, Ausbau und Wein-Marketing an. Zu ihren ersten Kunden gehörte die englische Kaufhauskette "Marks & Spencer", für die sie zunächst in Bordeaux und im Languedoc arbeiteten. Wenig später kam Tesco, eine der führenden britischen Supermarktgruppen hinzu.

Im Jahre 1992 erzeugten die Brüder Weine in Bordeaux, im Languedoc, in Spanien, Italien, Argentinien, Australien und Südafrika. In den folgenden Jahren verlangten andere Kunden ihren Rat in China, Chile, Moldavien, Ungarn und Frankreich, dort an der Loire und auf Korsika. Sie absolvierten ungezählte Flugkilometer und schlossen zur Kategorie der „flying winemaker“ auf. „Ich glaube, dass unsere Weinerfahrung aufgrund der Tatsache, dass wir jung waren und zu reisen liebten, gezeigt hat, dass wir offen für neue Herausforderungen waren. Wir haben deshalb schnell die Regionen entdeckt, die das größte Potenzial in Bezug auf Qualität und Originalität hatten“, bemerkt François Lurton.

Nach vielfältigen Erfahrungen beschlossen die beiden, 1996 weiter zu gehen und ihre eigenen Weine zu erzeugen. Dies war der Moment, wo sie aus den Gütern ihres Vaters ausschieden und ihr eigenes Unternehmen zu entwickeln begannen. Sie erwarben in Vayres bei Bordeaux einen Firmensitz mit Büros und Lager und im folgenden Jahr in Argentinien ihr erstes eigenes 225 Hektar großes Gut, wo sie 1999 eine Bodega errichteten. In Spanien engagierten sie sich 2000 in Toro. In Chile kauften sie 2001 200 Hektar Land im Colchagua-Tal und schufen eine Kellerei bei Lolol. Das Château des Erles in Fitou lancierten sie 2003. Für ihre Weine aus Toro und Rueda bauten sie 2004 eine Kellerei und eine weitere 2005 für ihre neue Finca Chacayes in Argentinien. Im portugiesischen Duoro erwarben sie 2006 10 Hektar Weinberge und eine Kellerei. Auch in Australien und Uruguay kauften sie Weinberge. Stets gilt das Grundprinzip, alle Weine – und dies sind inzwischen über 70 – selbst zu vinifizieren, auszubauen, abzufüllen und zu vertreiben. Was Frankreich angeht, erstrecken sich ihre Aktivitäten auf Bordeaux, Bourgogne, Loire, Languedoc und Roussillon sowie Korsika.

Wenig Menschen haben eine solch weltweite Erfahrung an Vinifikation und Weinmarketing erworben wie Jacques und François Lurton und es so gut verstanden, französische Tradition und Weltoffenheit miteinander zu verschmelzen. Zum Jahresende 2006 schlugen die beiden Brüder ein neues Kapitel auf. François wird in Zukunft ihr gemeinsam gegründetes Weinunternehmen alleine leiten, auch wenn Jacques weiterhin das vielköpfige internationale Önologenteam beraten wird. Die Qualität der Weine folgt auch in Zukunft unverändert der gemeinsam entwickelten Philosophie.

Die Weine