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Über Familie Pfaffmann in Walsheim


Vom Nebenerwerb zum Bundesehrenpreis

Gründer Karl Pfaffmann begann nach dem zweiten Weltkrieg, dem Weinbau mehr Beachtung zu schenken als frühere Generationen, welche die Arbeit im Rebberg nur als Nebenerwerb ansahen. 1955 füllte er den ersten Flaschenwein ab. In den folgenden Jahrzehnten baute er seinen Betrieb modern aus.

„Wein fürs Leben, Leben für den Wein“ lautet seither das Motto der Familie Pfaffmann. Heute führen die zweite und dritte Generation Regie: Karl Pfaffmanns Sohn Helmut kümmert sich zusammen mit seiner Frau Sigrid um den Verkauf. Sein Sohn Markus hat in Geisenheim den Abschluss in Weinbau und Kellerwirtschaft gemacht. Verantwortlich für Weinbau und Vinifikation steht mit ihm und Schwester Stefanie bereits die 3. Generation an der Spitze dieses Familienbetriebes.

Für die Sorte Riesling, die „Königin der Weißweinreben“ sucht  er sandige Lehmböden aus. Die Weinberge in den Lagen um das Dorf Walsheim sind dauerbegrünt. Das, so Pfaffmann, sorgt für natürlichen Nährstoffeintrag, wohldosiert und ohne belastende Folgen. Um die Südpfälzer Sonne optimal auszunutzen, lichtet er das Blattwerk aus. Dadurch fällt mehr Licht auf das Wesentliche – die Trauben. „So kommt durch den Wein die klare Frucht der Trauben auf die Zunge“, begründet die Familie Pfaffmann ihren Aufwand im Weinberg und im Keller. Dieser Qualitätsanspruch erfordert einen großen Arbeitseinsatz. Der Anteil der Handarbeit im Wingert verdoppelte sich in den letzten 15 Jahren.

Doch die Mühe lohnt sich. Das Fachblatt „Vinum“ schrieb über Markus Pfaffmann: „Dass er sein Geschäft im Keller versteht, beweist er ein ums andere Glas. Vor allem die weißen Burgundersorten und auch die Rieslinge gelingen ihm prächtig."Lob erfährt der emsige Önologe auch durch seine Ehrenpreise auf Landes- und Bundesebene. Erst 2009 bekam er sowohl einen Staatsehrenpreis für besondere Lesitungen und den Bundesehrenpreis bei der DLG-Bundesweinprämierung verliehen.

Der „Pfaffmann“ auf dem Etikett ist dem Familienwappen entnommen. Der Ursprung des Namens stammt aus dem 12. Jahrhundert von den sogenannten Pfaffmännern, den Nachkommen der unfreien Bauern. Diese unterstanden einem Ritter, Grafen oder Kloster. Um ihre Herkunft nach außen sichtbar zu machen, musste ein Pfaffmann einen kurzen Janker tragen. „Unser“ Pfaffmann ist kultiviert, er trägt neben einem Buch auch noch eine Flasche Wein im Arm.

Die Weine