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Über Graziano Prà in Monteforte d'Alpone


Innovation und Präzision

In der Familie Prà wussten schon die Generationen vor den Brüdern Sergio und Graziano aus ihren Hanglagen Weine von hoher Qualität zu erzielen. So wurde den beiden eine lebendige Tradition mitgegeben, auf der sie ihr Können aufbauten. Doch dabei blieben sie nicht stehen.

Ein vielsagendes Beispiel für ihren Ansatz ist die Pergola. Traditionell wurden die Reben im Soave-Gebiet in hohen Spalieren nach der alten Methode des Tendone Veronese erzogen, was einen Schutz gegen Frühjahrsfröste gewährt, aber die Tendenz der Garganega zu hohen Erträgen noch unterstützt. Sergio Prà, der unter den Brüdern für den Weinbau zuständig ist, hat dieses System so modifiziert, dass es gemäßigte Erträge und konzentrierte Trauben liefert. Sein System der Pergoletta wurde für die DOCG überneommen. Er arbeitet mit höheren Pflanzdichten, stärkerem Rückschnitt, Ausdünnung, organischem Dünger und – als letztes Korrektiv – grüner Lese, mit der er den Überschuss an Trauben entfernt, bevor sie reifen. Dann beobachtet er den Reifeprozess minutiös, bevor er Grünes Licht für die Lese gibt, die in der Regel Mitte September beginnt und bis Mitte Oktober reicht.

Aus dem so erzielten ausgezeichneten Rohmaterial versteht es dann Graziano, der die Scuola Enologica Cerletti di Conegliano absolvierte, im Keller Weine von überragendem Schliff zu vinifizieren. Die Brüder haben sich nicht gescheut, beträchtlich in den Keller zu investieren und ihn mit modernster Technik ausgerüstet. Die Trauben werden sanft gepresst, bevor Graciano den Most in Edelstahltanks gibt, wo er den Gärprozeß auf 16 bis 18°C hält, um die komplexen Aromen der Garganega zu bewahren. Dabei hilft auch der etwas höhere natürliche Alkoholgehalt, der das Recht gibt, Superiore aufs Etikett zu setzen, und der zugleich für die Rundheit und Länge am Gaumen sorgt. Grundsätzlich verzichtet Graziano Prà darauf, seine Weine mit dem erlaubten Chardonnay zu verschneiden, was ihren typischen Charakter verändern würde. Selbst den traditionellen Trebbiano verwendet er nur sparsam, wenn überhaupt. Denn er hat eine äußerst präzise Vorstellung davon, wie ein großer Soave schmecken muss.

Die Weine