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Über Cave de Gan in Gan


Für Terroir und Präzision

Hervé Lapebie, der heute über die hypermoderne Kellerei der Cave in Gan regiert, amüsierte sich schon als Kind im Bistro seiner Großeltern damit, nach einem Fest die Reste in den übrig gebliebenen Flaschen zu assemblieren und daraus ein ansprechendes Bouquet zu komponieren.

Hervé ist ein Mann der Praxis, der als einfacher Arbeiter in der Kellerei der Genossenschaft begann, aber dann schnell großes Talent beim Vinifizieren bewies. So begleitete er den Aufstieg der Cave, die 1975, als die Appellation des Jurançon sec anerkannt wurde, nur ein Viertel ihres heutigen Volumens erzeugte. Damals betrieben alle Mitglieder noch eine vielseitige, arbeitsintensive Landwirtschaft, denn nur die nach Süden den Pyrenäen zugewandten Hänge zwischen 180 und 350 Metern Höhe waren für Weinbau geeignet. Der erste große Schritt in die Zukunft bestand in der Modernisierung der Kellerei, die mit sanften Pressen und Temperaturkontrolle ausgestattet wurde, wie es für blitzsaubere, aromatische Weißweine unerlässlich ist.

Ab 1990 begann eine für die jetzige Weinqualität entscheidende Phase, als Kellermeister und Direktor die Mitglieder dazu anregten, ihre Parzellen neu mit Petit und Gros Manseng zu bestocken und näher an der Kellerei gelegene Terrassen neu zu bepflanzen. Dadurch wuchs die Rebfläche der Genossenschaft auf 600 Hektar und damit auf 60 Prozent der Appellation an. Eine Gruppe von 50 Weinbauern, die heute vier Fünftel der gesamten Ernte liefern, engagierte sich für diese Erneuerung und folgt seither einem Auflagenheft, das Spaliererziehung, gezielte Entblätterung und Ertragsreduzierung vorschreibt. Präzisionsarbeit ist verlangt.

Die Weine