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Über Familie Muñoz in Noblejas


Weinmeister mit Weitblick

„Ich liebe die Weite und die glasklare Luft meiner Heimat. Gerade ihre Leere, ihre Kargheit macht die Besonderheit aus“, schwärmt Bienvenido Muñoz. „Die wenigen Produkte, die sich hier zurecht finden, sind der Olivenbaum, der Knoblauch, der Safran und natürlich der Wein. Für uns ist der Wein die Seele unserer Region. Ohne die Rebstöcke würde die Mancha versteppen.“

Reben spielen heute die Hauptrolle in dem enormen Anbaugebiet, das eine Autostunde südlich von Madrid beginnt. Dort im nördlichsten Zipfel der Mancha betreibt die Familie Muñoz in der dritten Generation Weinbau und Weinhandel. Bienvenido weist auf die oberschenkeldicken alten Rebstöcke in einem der Weinfelder hin. „An alten Rebstücken mangelt es nicht in unserer Gegend“, kommentiert er. „Nur liegt das Problem darin, dass die meisten mit der weißen Sorte Airén bestockt sind. Daran kann man ermessen, wie weitsichtig mein Vater war. Als die Mancha noch im Weißwein ertrank, pflanzte er bereits rote Sorten!“ Bereits ab 1975 pflanzte Bienvenido Muñoz sen. Tempranillo, Cabernet Sauvignon und Merlot, später auch Chardonnay. „Obwohl Spanien nach außen hin immer den Eindruck eines Rotweinlandes machte, war die Realität doch eine ganz andere. Allein in der Mancha wurde auf über 450.000 ha Weißwein angebaut, was etwa die Hälfte der Gesamtfläche Frankreichs ausmacht. Ich glaube mein Vater begann aus purem Überdruss über die Möglichkeit nachzudenken, rote Trauben anzupflanzen!“

"Weinmeister"Der Sohn bereitete sich gründlich auf seinen Einstieg in das Familienunternehmen vor, indem er Weinbau und Weinbereitung studierte. Ab 1998 übernahm er dafür die Verantwortung. Gemeinsam setzten Vater und Sohn nun auf die Flaschenabfüllung. Um mit einem – unter dem eigenen Namen angebotenen – Weinprogramm Fuß fassen zu können, mussten sie tadellose Qualität liefern, das war ihnen klar. Nun zahlten sich die vor mehr als 20 Jahren gepflanzten Tempranillo-Reben aus. Bei gemäßigtem Ertrag lieferten sie dichte, gut strukturierte Weine, denen sie durch den Ausbau in kleinen Fässern Harmonie und Würze verliehen. Die Rechnung ging auf. Ihre Weine fanden in Spanien und im Ausland Anklang, wurden wiederholt prämiert und der Junior wurde vom Consejo Regulador Denominación de Origen La Mancha zum „Weinmeister“ erklärt, eine hohe, einmal im Jahr vergebene Auszeichnung.

Die Weine