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Über Barón de Ley in Mendavia


Ein hochkarätiges Gespann

Mit der Betonung, die Bodegas Barón de Ley auf eigene Trauben legt, verstand es sich von selbst, dass man sowohl für den Weinbau wie für die Weinbereitung zwei Experten engagierte: Fernando González und Gonzalo Rodríguez.

Weniger Jahrgangsunterschiede

Fernando González hat inzwischen ein weites Rebenreich zu verwalten. Denn die anfänglich 90 Hektar eigenen Weinberge sind inzwischen auf 350 Hektar angewachsen und obendrein hat er mit benachbarten Weinbauern in Mendavia, die er beim Anbau berät, langfristige Verträge abgeschlossen. Seit er im Jahre 2000 zu Barón de Ley stieß, ist es seine Aufgabe, die Traubenqualität in den Weinbergen zu steigern. Um dieses zu erreichen, hat er moderne Anbautechniken eingeführt. So erzieht er die Rebstöcke inzwischen an Drahtrahmen, reduziert die Erträge, lässt zur besseren Reife Blätter entfernen, aber ist weiterhin bei der Handlese geblieben. In direkter Nachbarschaft des Ebro gelegen, bestehen die Rebflächen aus Schwemmböden, an deren Oberfläche sich dicke Lagen von Steinen abgesetzt haben, während darunter Schichten von Ton liegen. In dem trockenen und heißen Klima dieses südlichen Teils der Rioja bewahren sie ausreichend Feuchtigkeit, um eine gute Reife zu gewährleisten, wobei die im Charakter vollen Weine weniger Jahrgangsunterschiede aufweisen als in den beiden westlicheren Zonen der Region.

Zwanzig verschiedene Vinifikationen

Schon vor der Lese ermittelt Fernando die zu erwartende Qualität der verschiedenen Weinberge und erstellt einen darauf zugeschnittenen Ernteplan, doch die eigentliche Klassifizierung der Trauben vollziehen Gonzalo Rodríguez und Chema del Rio mit ihrem Önologenteam im Keller. Denn der Tempranillo zeigt sich auf vielfältige Weise, je nach Lage, Mikroklima, Klon, Alter und Lesezeitpunkt. Entsprechend ihrer Güte bestimmen sie den weiteren Werdegang der Trauben. Während des gesamten Vinifikationsprozesses verfolgen Gonzalo und sein Team die Entwicklung der Weine in den einzelnen Tanks und bestimmen aufgrund täglicher Kontrollen welche Methoden sie für Gärführung und Extraktion einsetzen. So kommen rund zwanzig verschiedene Vinifikationen zusammen, die zum unterschiedlichen Charakter der Weine und zu ihrer Komplexität beitragen.

Rundheit und HarmonieAuch im Keller setzt Gonzalo Rodríguez auf Vielfalt. Je nach der Struktur der Weine wählt er Herkunft, Küfer, Toastnoten und Alter der verwendeten Barriques aus und hat die Verwendung von neuen Fässern forciert, die entscheidend zu den feinen und vielfältigen Aromen der Weine beitragen. Zugleich erzielt er durch wiederholtes Abstechen und Reinigen der Fässer eine natürliche Stabilisierung der Weine, so dass er auf die früher übliche starke Filtrierung verzichten kann. Immerhin werden in den Kellerhallen von Barón de Ley pro Jahr 30.000 Fässer abgestochen. Nach der Abfüllung werden die Weine noch nicht frei gegeben, sondern man lässt ihnen mindestens 18 Monate Zeit, sich auf der Flasche zu verfeinern. Dies trägt wesentlich dazu bei, dass der Club Privada, wenn man ihn ausschenkt, eine überraschende Rundheit und Harmonie aufweist.

Die Weine