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Über Laurence und Gérard Vinet in La Haie-Fouassière


Zusammenspiel

Die Domaine de la Quilla ist eine Familienangelegenheit. Gérard kümmert sich um die Weinbereitung und seine Frau Laurence vermittelt ihre Begeisterung für die eigenen Weine den Kunden. Und Gérards Bruder Daniel ist tagtäglich in den Weinbergen - auch wenn er "offiziell"schon in Rente ist.

Seine Leidenschaft für die Geologie kann Daniel Vinet in den eigenen Weinbergen ausleben. Dort findet er reichlich Botschafter aus dem Primär wie den Glimmerschiefer oder aus dem Quartär wie den Granit. Aber auch die Natur fasziniert ihn. Folglich bekennt er sich zu einer Anbaumethode, die die Umwelt respektiert und sich der Vereinigung Terra Vitis angeschlossen. Diese überprüft, ob seine Arbeits- und Behandlungsmethoden im Weinberg ihren Auflagen des integrierten Weinbaus entsprechen. Dabei geht es um eine Bewirtschaftung, die auf eine nachhaltige Erzeugung gesunder Trauben ausgerichtet ist und deshalb chemische Rückstände so minimal wie möglich hält, wobei sie nicht zuletzt die Gesundheit des Winzers, aber auch die des Bodens schützt. Obendrein geschieht das auf eine Weise, die von A bis Z nachverfolgbar ist. Natürliche Begrünung und grüne Lese sind zwei Techniken, die Daniel verwendet.

Diese Philosophie teilt sein Bruder Gérard völlig, denn wie könnten sonst die Reben das faszinierend vielfältige Terroir ausdrücken? Gemeinsam betonen sie, dass es ihnen darum ginge, Ausdruck volle, zeitlose Muscadets sur Lie zu erzeugen. „Sur lie“ spielt dabei eine besondere Rolle. Diese Methode entstand im 19. Jahrhundert im Umkreis von Nantes, wo die Winzer es sich zur Gewohnheit machten, das jeweils beste Fass der Ernte für die großen Familienfeste aufzubewahren, statt es wie die anderen frühzeitig zu verkaufen. Sie ließen den Wein nach der Gärung auf den Heferückständen und mit der Gärkohlensäure im Fass, wobei die ersten ihn durch das Phänomen der Autolyse bereicherten, während die zweite ihn gegen Oxidation schützte. Auf diese Weise entdeckten sie, dass ihr Muscadet einen leichten, sehr attraktiven Hefeton erhielt und sich sein aromatisches Spektrum deutlich verbreiterte. Seit 1994 darf das heute weit verbreitete "sur lie" auf dem Etikett erwähnt werden, wenn der Wein nach dem 1. März nach der Lese abgefüllt wird. Vor allem diese Sur-lie-Abfüllungen brachten dem Muscadet den Ruf ein, der beste Begleiter von Fisch und Schalentieren zu sein. Die Vinets haben diese Ausbaumethode perfektioniert, die den Weinen mehr Frische, ein leichtes Kohlensäureprickeln und größere Komplexität verleiht.

Die Weine