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Über Jean-Claude Garcin, Winzer in Tavel (Gard)


Ein Gärtner im Weinberg

„Schon als kleiner Junge habe ich Weinberge geliebt“, erzählt Jean-Claude Garcin. Dabei hatten sein Großvater und sein Vater, die aus den Hochalpen stammten, in Courthézon, einer Gemeinde der Appellation Châteauneuf-du-Pape, eine Milchherde aufgezogen, doch ein Onkel war Winzer und dort verbrachte der Junge seine Zeit am liebsten.

Nach der Schule schrieb er sich im Lyzeum in Orange ein und erlernte dort Weinbau und Weinmachen, was ihn weiter in seinen Träumen vom Weinanbau bestärkte. Nur gab es für ihn keine Chance, aus dem Nichts Winzer zu werden, weshalb seine Frau und er sich auf Gemüsebau verlegten. Mit ihrem Fleiß hatten sie Erfolg und konnten ab 1969 Gewächshäuser errichten, mit denen ihr Betrieb beachtlich anwuchs. Als wacher Beobachter stellte Jean-Claude fest, dass die Nachfrage nach Ornamentspflanzen zunahm und wandelte seine Arbeit ab 1975 entsprechend um, bis er vier Jahre später die Idee hatte, eine Gärtnerei mit Pflanzenverkauf zu gründen, die erste in ihrer Region. Sie wurde ein Riesenerfolg. Obwohl er die eigene Produktion an Ort und Stelle erweiterte, konnte sie die Nachfrage nicht erfüllen. Mit Unternehmungsgeist gründete Jean-Claude zunächst in Spanien eine zusätzliche Pflanzschule, bevor er in Marokko einen Gartenbetrieb eröffnete, der speziell Zitrusbäume züchtete.

Domaine de la GenestièreDen Traum vom Weingut hatte er darüber nicht vergessen, sondern ihn seinem Sohn Raphaël vermittelt, der auf der Schule in Orange die Ausbildung zum Önologen absolvierte. „Wir hatten dann1994 die Chance, die bekannte Domaine de la Genestière zu erwerben, die mein Sohn von 1995 an zu leiten begann und er war es, der die Weine machte“, berichtet Jean-Claude. Zwei Jahre später trafen sie gemeinsam den Entschluss, den Keller zu erweitern und zu modernisieren, um ihre Rebfläche erweitern zu können. Noch im selben Jahr erhielt Raphaël die erste Goldmedaille und vinifizierte die ersten Weine im neuen Keller, doch im November kam er auf tragische Weise ums Leben.

Domaine Saint-AnthelmeDrei Jahre lang benötigte Jean-Claude Garcin um diesen Schock zu überwinden. „Dann habe ich die Initiative ergriffen, alles das aufs Neue zu lancieren, was wir zuvor gemeinsam mit Raphaël beschlossen hatten.“ Nun ging er daran, das Gut zu vergrößern, insbesondere mit der Domaine Saint-Anthelme, und alles das zu verwirklichen, wovon Raphaël geträumt hatte: ein floriendes Weingut mit erstklassigen Qualitäten. Inzwischen steht Tochter Nathalie Jean-Claude zur Seite und Enkel Eliott wächst auf einer stattlichen Domaine auf.

Die Weine