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Scheurebe

Scheurebe

Charakteristische Aromen: Stachelbeere, Schwarze Johannisbeere, Lindenblüte, Pampelmuse, Pfeffer

Die deutsche Antwort auf Sauvignon Blanc? Scheurebe! Benannt ist sie nach ihrem Züchter Georg Scheu. Er brachte 1916 die Züchtungspartner Riesling und eine Wildrebe zusammen. Lange Zeit hieß diese neue Kreuzung nur „Sämling 88“, in den 1930er-Jahren wechselte der Name zu Dr.-Wagner-Rebe. Erst 1947 erhielt sie ihre heutige Bezeichnung.

Selbst wenn die Aroma-Schwester Sauvignon Blanc weltweit immer mehr an Anbaufläche gewinnt, bleibt die Scheurebe eher ein Nischenprodukt. Außerhalb Deutschlands hat sie nur noch in Österreich eine gewisse Bedeutung. Obwohl ihre Anbaubedingungen ganz passabel sind, sank die Rebfläche in Deutschland stetig. Seit kurzem steigt sie langsam wieder an. Derzeit sind rund 1.700 Hektar gepflanzt, beinahe 1,7 % der deutschen Rebfläche. Die Sorte ist frostunempfindlich und ertragssicher.
Auch bei der Scheurebe ist die Beerenhaut sehr dick. Genau dort stecken die Aromen. Deswegen setzen qualitätsbewusste Winzer auf eine Maischestandzeit (Mazeration) um die Bukettstoffe aus den Schalen zu extrahieren.

Ihre Stärken liegen vor allem im edelsüßen Bereich. Ähnlich wie beim Riesling sorgt die Säure für eine lebendige Frische im Wein. Denn diese Säure, gepaart mit einer Explosion an Aromen, ergibt Dessertweine mit einer großen Mundfülle und langem Abgang. Aber auch als leichter bukettbetonter Gute-Laune-Wein ist die Scheurebe hervorragend geeignet. Etwas Kohlensäure im Jungweinstadium und fertig ist das spritzige Sommergetränk.
 

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