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Riesling

Riesling

Charakteristische Aromen: Pfirsich, Apfel, Honig, mineralische Anklänge

Für den deutschen Weinbau ist der Riesling bis heute die Nummer 1. Keine andere Rebsorte hat den weltweiten Ruf der deutschen Weinkultur so geprägt. Der Riesling ist hier zuhause, im Rheingau, an den Hängen der Mosel, in der Pfalz und in vielen anderen Anbauregionen. Er wird jung als frischer Schorle-Wein getrunken, als gereifte, fruchtige Spätlese oder als edelsüße Auslese zum Dessert. Die Rebsorte Riesling ist ein Alleskönner.

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Vom trockenen, jungen Alltagswein bis zum Jahrzehnte gelagerten Eiswein: Dieser Weißwein macht immer eine gute Figur. Aber die Rebsorte Riesling stellt auch ihre Ansprüche. Um zu einem Spitzenwein heranzureifen, der Süße und Säure spielerisch zu balancieren weiß, braucht es vor allem ideale klimatische Bedingungen – nicht zu viel Hitze, aber einen langen, goldenen Herbst. Der Boden sollte nicht zu schwer sein, eine Steillage mit steinigem, grobkörnigem Grund vielleicht, idealerweise nach Südwesten oder Südosten hin ausgerichtet. Kommt beides zusammen, ist noch immer das Know-how des Winzers gefragt. Und das richtet sich nicht nach der Kellertechnik, sondern nach dem besten Verständnis für einen handwerklich gut gemachten Wein.

Wer mag ihn nicht, den Riesling?

Beim Riesling gibt Deutschland in der Welt den Ton an. So mancher Lagenwein – und die Lage spielt gerade beim Riesling eine große Rolle – bleibt mit seiner fruchtigen Eleganz, stählernen Frische und mineralischen Intensität unvergesslich. Dabei kann der Weinfreund viel investieren, muss es aber nicht. Ein "ehrlicher" Riesling ist schon für wenige Euro zu haben. Wer etwas draufsatteln will, wird mit einem Großen Gewächs belohnt.

Natürlich heißt das alles nicht, dass andere Weinländer nicht ebenfalls hervorragende Rieslinge erzeugen. Sie kommen zum Beispiel aus Österreich, den USA und aus Australien. Der Geschmack der Weine variiert dabei stark, ohne den typisch-fruchtigen Charakter der Riesling-Traube zu verlieren. Schon der Duft nach Pfirsich oder Äpfeln schafft das Gefühl, den Lieblingswein im Glas zu haben. Und Weintrinker, die Riesling nicht mögen, trifft man tatsächlich selten.

Seit rund 600 Jahren in Deutschland zuhause

Die Geschichte der Rebsorte Riesling ist lang und reicht bis weit ins 15. Jahrhundert zurück. Es wird vermutet, dass der Siegeszug des Rieslings im Rheingau begann. Von hier aus hat sich die Rebsorte verbreitet, ohne ihre Heimat je wieder zu verlassen. Entscheidend für die Verbreitung war letztlich die Qualität des Weißweins, denn für die Winzer bedeutet die späte Reife der Trauben durchaus eine Herausforderung, auch wenn sie wenig frostempfindlich ist. Aber auf diesen Wein verzichten? Nein, das kam aufgrund der rassigen Fruchtigkeit nicht in Betracht.   

Jede zweite Flasche Riesling stammt aus Deutschland

Der Riesling wird heute in Deutschland auf einer Fläche von rund 24.000 Hektar angebaut. Um das zu erreichen, war nach den Weltkriegen ein Neustart nötig, denn gerade nach dem Ersten Weltkrieg war der deutsche Weinbau weitgehend zum Erliegen gekommen. Heute bedeuten die Anbauzahlen aus internationalem Blickwinkel zugleich, dass nahezu jede zweite Flasche Riesling von deutschen Weinbergen stammt. Der Riesling bleibt das Aushängeschild deutscher Winzerkunst – und Jacques’ feiert dies mit einer breiten Auswahl von Rieslingen: aus der Pfalz, vom Mittelrhein, aus Rheinhessen und aus dem Rheingau, von der Nahe und der Mosel, aus Franken und aus Württemberg. Probieren lohnt.