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Grillo

Grillo

Charakteristische Aromen: Ananas, Orange, Litschi, Zitrusfrüchte

Die Rebsorte Grillo ist ein echter Lokal-Matador und spielt im Wesentlichen nur auf Sizilien eine herausragende Rolle. Erstmals 1873 erwähnt, startete sie ihren Siegeszug nach einem traurigen Anlass, denn die Reblauskrise um 1880 zerstörte fast alle Weinberge auf der Insel. Die robuste Varietät weitete sich danach schnell aus. Doch damals wurde sie nicht, oder wenig für Weißwein genutzt, sondern vor allem für Marsala.

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Wie ist die Geschichte des Grillo?

Wie bei vielen alten europäischen Rebsorten ist die Herkunft einer Rebsorte nicht eindeutig zu klären. Es gibt Meinungen, dass Grillo aus der Region Apulien stammt, das ist aber nicht bewiesen. Als gesichert gelten die Eltern, nämlich Catarratto und Muscat of Alexandria (den man in Sizilien Zibbibo nennt), vielleicht ist die Rebsorte Grillo durch eine natürliche Kreuzung entstanden. Und während sie jahrzehntelang vor allem für die Erzeugung von Marsala verwendet wurde, entstehen heute fruchtige Weißweine aus dieser Sorte. Das Zentrum für den Anbau ist im Nordwesten der Insel bei Trapani. Auch im übrigen Sizilien ist sie weit verbreitet, aber schon im Rest von Italien gibt es sie kaum, ganz selten ist sie in Brasilien, Australien und Mexiko zu finden. 

Wie schmecken Grillo-Weine?

Die Frage „Wie schmeckt eine Rebsorte“ ist nicht leicht zu beantworten. Denn neben den unterschiedlichen Jahrgängen, die den Geschmack eines Weines beeinflussen, sind es selbstverständlich auch die Winzer, die einen Einfluss haben. Gleichwohl kann man bei der Rebsorte Grillo  – wenn sie als junger frischer Vino Bianco ausgebaut ist – Aromen wie Ananas, Orange, Litschi, Zitrusfrüchte, aber auch nussige Aromen, Apfel, seltener Tabak und Rauch entdecken. Am Gaumen fällt die frische, aber gezügelte Weinsäure auf, auch hier dominieren Fruchtaromen, man stellt die Rebsorte oft als unkompliziert dar. Zu Recht, weist sie doch ein ausgesprochen harmonisches Gesamtbild auf – ein Grund für ihre zunehmende Beliebtheit.  

Welches Essen passt zu Grillo?

Als sizilianischer Weißwein passt er gut zur Mittelmeerküche. Antipasti mit Artischocken, Auberginen, Tomaten und Zucchini, Pasta mit leichten Saucen vom Gemüse, Fische vom Grill oder aus der Pfanne, aber auch zu Reisgerichten ist ein Grillo-Wein passend. Durch seine zugängliche Art, kann man ihn auch mit asiatischer Küche kombinieren, wenn sie nicht allzu scharf ist. 
Nicht vergessen sollte man hier auch den Marsala. Der passt sehr gut zu Nüssen, Mandeln und Süßigkeiten. Trockenen Marsala kann man auch zu Oliven servieren.  

Welches Glas empfiehlt sich für Grillo?

Ein kleines Weißweinglas passt am besten, wie man es auch für Sauvignon Blanc, Pinot Grigio oder Verdejo nimmt. 

Übrigens…

Grillo hat keinen Bezug zum Insekt Grille, der Name leitet sich von den beiden lateinischen Worten „granum“ und „arillum“ ab. „granum“ bedeutet Traubenkern und „arillum“ heißt Fruchthaut.