Primitivo / Zinfandel

Mehr erfahren

Charakteristische Aromen: Kirsche, Brombeere, Schokolade, Pfeffer, Vanille

Primitivo hat eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Vor gar nicht so langer Zeit nur Insidern bekannt, ist er heute ohne Zweifel die beliebteste Rebsorte Italiens. Und das aus gutem Grund. Denn Primitivo besitzt üppige Beeren-Aromen und kombiniert diese oft mit einer charmanten Fruchtsüße, was Primitivo-Weine einfach unwiderstehlich macht. 

Filter

Preis

bis
Land
Weinstil
Verpackungseinheit

Sortierung
Schließen
* Alle Preise inkl. MwSt., versandkostenfrei ab 50 Euro mit Mein Jacques’-Kundenkarte, innerhalb Deutschlands (s. Versand & Zahlung). | Kein Verkauf von Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren.
** Jacques’ Wein-Depot wird kontrolliert und BIO-zertifiziert durch GfRS mbh - DE-ÖKO-039

Erfreulich auch die große Bandbreite: So findet man Primitivo-Rotweine für jeden Tag in einer Bag-in-Box genauso wie den anspruchsvollen Primitivo di Manduria in stylischer Flasche. Wer italienische Weine liebt, der kommt an Primitivo nicht vorbei. 

Wo wird Primitivo angebaut?

Spricht man von Primitivo in Europa, dann fällt sofort der Name Apulien – die unangefochtene Nr. 1 der Anbaugebiete für Primitivo. Wahrscheinlich bereits im 18. Jahrhundert in den Süden Italiens gekommen, kann man heute zwei Hotspots in Apulien lokalisieren. Einmal die Denominazione d’Origine Controllata Gioia di Colle (benannt nach einem Weinstädtchen, das etwas im Landesinneren liegt, etwa 40 Kilometer westlich von Bari) und zum anderen die Denominazione d’Origine Controllata Primitivo di Manduria (die nahe am Golf von Tarent liegt), die wohl berühmteste Herkunftsbezeichnung mit DOC-Siegel von Primitivo. Weitere Primitivo-Weine werden unter der IGT (Indicazione Geografica Tipica) Puglia und der IGT Salento auf den Markt gebracht. In den meisten Fällen findet man Primitivo als rebsortenreinen Wein, doch auch Cuvées mit italienischen Rebsorten wie Montepulciano, Sangiovese, Negroamaro oder Malvasia Nera und französischen Rebsorten wie Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot erfreuen sich großer Beliebtheit.  

Neben Italien finden sich kleine Rebflächen Primitivo in Kroatien, hier ist die Rebsorte als Crljenak Kaštelanski (auch Tribidrag) bekannt. International ist die USA, namentlich Kalifornien, das wichtigste Anbauland für Primitivo, der hier unter dem Namen Zinfandel weltberühmt geworden ist. Das gute Klima im Golden State führt zu sehr reifem Lesegut, mit dunklen Beeren voller Geschmack und Aromen. Kein Wunder also, dass Zinfandel-Weine einen hohen Alkoholgehalt aufweisen (wie ihr italienisches Pendant auch). Anders aber als die apulischen Versionen kann kalifornischer Zinfandel auch hochpreisig sein, ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ist allerdings eher selten. Eine Spezialität ist der Zinfandel Rosé, der White Zinfandel oder auch Blush Zinfandel genannt wird und in der Regel einen hohen Zuckergehalt aufweist.   

Was zeichnet den Primitivo aus?

Primitivo gehört zu den frühreifen Sorten und das spiegelt sich auch im Namen wider. Der Legende nach war es ein Geistlicher, der in Apulien einen ungenutzten Weinberg rekultivieren wollte. Dabei stellte er fest, dass eine Sorte sehr früh reifte und nannte sie primativo (nach dem lateinischen Wort primativus), was „als Erster gereift“ bedeutet. Der Name war geboren. Primitivo ist ein rubinroter, dunkelfarbener Rotwein mit üppigen Aromen nach Nelken, dunklen Beeren, roten Früchten wie Kirsche, Pflaume, aber auch schwarzem Pfeffer, dunklen Waldfrüchten und orientalischen Gewürzen. Primitivo ergibt körperreiche und alkoholstarke Weine, eignet sich für den Barrique-Ausbau und ist auch als Cuvée-Partner interessant. Eines macht ihn allerdings einzigartig. Er verträgt eine gute Portion Fruchtsüße und selbst trocken ausgebaute Weine wirken am Gaumen sanft mit weichen Tanninen.

In begrenztem Ausmaß wird Primitivo auch als Süßwein ausgebaut, wie etwa beim Primitivo di Manduria Dolce Naturale. In den letzten Jahren sind zudem Primitivo-Rosé-Weine (italienisch Primitivo-Rosato) mehr und mehr in der Gunst der Weinfans gestiegen. Was auch für Primitivo nach der Doppio-Passo-Methode gilt, bei der ein Teil der Trauben so lange am Rebstock hängen bleibt, bis sie angetrocknet sind und so einen höheren Zuckergehalt bekommen. Dieser lässt den Primitivo-Wein dann süßer ausfallen. 

Welches Essen passt zu Primitivo?

Als typischer Italiener passt ein Primitivo-Rotwein natürlich ausgezeichnet zu Pasta-Gerichten, insbesondere zu den kräftig-würzigen wie den berühmten Penne all' arrabbiata oder Spaghetti aglio e olio e Peperoncino (Knoblauch, Olivenöl und Chili), zu Bolognese und zu Saucen, die Salami als Bestandteil haben.

Richtig gut passt ein Primitivo-Rotwein auch zu Gegrilltem – egal, ob Lamm, Rind, Ente, würziges Schwein, Hamburger, Hot Dogs oder kräftiges Gemüse wie Auberginen, Zucchini oder Paprika. Auch zu gegrilltem Käse wie Feta oder Halloumi kann man sehr gut einen Primitivo reichen. Wegen seiner kräftig-würzigen Art kann man einen Primitivo-Rotwein auch mit asiatischen Rezepten kombinieren wie etwa Currys oder scharfen Nudelsuppen. Nicht zuletzt gibt es Primitivo-Aficionados, die einfach eine gute, dunkle Schokolade zum Primitivo reichen.  

Welches Glas empfiehlt sich für Primitivo?

Hier bietet sich ein Syrah-Glas an, das viele Weinglas-Erzeuger mittlerweile im Angebot haben. Es geht aber auch ein Burgunder-Glas. In der Regel gilt: Je hochwertiger der Wein, desto größer das Glas. 

Übrigens …

Lange wurde über die Herkunft von Primitivo gerätselt. Erst dachte man, dass er vom Plavac Mali, einer kroatischen Traubensorte, abstammt. Doch dann führten Dr. Carole Meredith und John Bowers DNA-Analysen an der University of California (Davis) durch. Heute gelten vier Rebsorten als identisch: Tribidrag (auch Crljenak Kaštelanski) aus Kroatien, Primitivo aus Italien, Zinfandel aus Kalifornien und Kratošija aus Montenegro. Mit der österreichischen Rebsorte Zierfandler gibt es keine Verwandtschaft.