Gamay

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Charakteristische Aromen: Himbeere, Banane, Paprika, Fruchtdrops, Kirsche

  Die Rebsorte Gamay soll schon im 3. Jahrhundert von Dalmatien unter dem römischen Kaiser Probus (232–282) nach Frankreich gekommen sein. Laut DNA-Analyse ist Gamay eine natürliche Kreuzung der Sorten Pinot blanc und Gouais Blanc. Benediktinermönche des Klosters Cluny und Zisterzienser der Abtei Clos de Vougeot pflanzten Gamay im 13. Jahrhundert im Burgund an, daher war der Namensgeber vermutlich der gleichnamige Ort an der Côte d'Or.

60 % der heutigen Gamay-Anbaufläche in Frankreich fallen auf das Beaujolais. Dort belegt sie gut 90 % der Gesamtrebfläche. In Burgund ergibt die Sorte mit Pinot Noir den Passe-tout-grain. In der Schweiz heißt derselbe Verschnitt Dôle.

 „Gamay noir à jus blanc“ ist eine in Frankreich geläufige Bezeichnung für die Sorte Gamay. Sie weist auf die Tatsache hin, dass die Traubenhaut schwarz ist und das Fruchtfleisch weiß. Die Farbstoffe (Anthocyane) stecken, wie bei den meisten Rotweinsorten, vorwiegend in der Beerenhaut. Anthocyane sind ein Produkt der Photosynthese.

 Gamay erzeugt säurebetonten, fruchtigen Wein, mit wenig Gerbstoff und Alkohol. Sein helles Rubinrot hat oft einen bläulichen Schimmer. Gamay-Weine werden in aller Regel jung und leicht gekühlt getrunken. Die per Gesetz geschützte Variante Beaujolais Nouveau darf erst ab dem 3. Donnerstag im November des Erntejahres vermarktet werden. 

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