Was ist eigentlich eine Bag-in-Box? 

Frei übersetzt aus dem Englischen ein „Beutel in der Schachtel“ oder ein „Sack im Karton“, woraus sich schnell erschließt, warum sich die englische Version auch in Deutschland durchgesetzt hat. Der an die Antike erinnernde Begriff des Weinschlauchs hat eine dicke Patina angesetzt und wird immer weniger gebräuchlich. Und das aus gutem Grund. Eine moderne Bag-in-Box (kurz auch BiB genannt) hat mit einem altertümlichen Weinschlauch – damals meist aus Ziegenleder erzeugt –  nur noch so viel gemein, als dass in beiden Wein transportiert wird. 

Heute teilt sich die BiB in einen Innenteil, der in der Regel aus einem Folienverbundmaterial besteht und einem Außenteil, der normalerweise aus Karton gefertigt ist. Der obligatorische Zapfhahn ist Teil der Folie. Man zieht in heraus und kann dann sehr einfach eine beliebige Menge Wein aus ihr entnehmen. Die Bag-in-Box wurde übrigens 1955 vom amerikanischen Chemiker William R. Scholle erfunden, der damals eine sichere Transportmöglichkeit für Flüssigkeiten suchte. Es wundern deshalb nicht, dass sie sich gerade in den angloamerikanischen Ländern zuerst durchsetzte. Später entdeckten dann die pragmatischen Skandinavier dieses Verpackungsformat bis sie ihren Weg auch nach Frankreich, Deutschland und in andere Wein produzierende Ländern fand. Gerade in Deutschland war es vor allem Jacques’ Wein-Depot, das früh die Vorteile der Bag-in-Box erkannte und dieses Verpackungsformat förderte. Mittlerweile hat sie sich etabliert, auch hochwertige Weine gibt es längst in der Bag-in-Box, die Vorteile liegen nämlich klar auf der Hand. 

Welche Vorteile bietet sie?

Die BiB bündelt eine Menge Vorteile. Ein starkes Argument ist der Kostenfaktor, braucht man doch für die gleiche Menge Wein, die eine BiB fasst, eine Vielzahl an Flaschen. Auch der Umweltschutz spielt eine nicht unwesentliche Rolle, braucht doch jede Flasche einen eigenen Korken oder Drehverschluss, ein eigenes Etikett und einen eigenen Umkarton, von den höheren Transportkosten mal ganz abgesehen. In summa bietet eine Bag-in-Box einen günstigeren CO2-Fußabdruck als Wein aus der Flasche, auch weil sie aus 100 % recycelbaren Materialien gefertigt ist. Nicht zuletzt ist sie auch sehr viel leichter zu transportieren.

Wie lange ist sie haltbar?

Da der Wein in der BiB vakuumverpackt wird, ist er länger haltbar. Anders als bei einer geöffneten Flasche, kommt der Wein also nicht mit Sauerstoff in Berührung, Wein in modernen BiBs ist bis zu acht Wochen haltbar.

Wie wähle ich meine Bag-in-Box?

Das erste und einfachste Unterscheidungsmerkmal ist die Größe. Die meisten BiBs fassen drei oder fünf Liter, auch zehn Liter sind noch oft zu finden. Kleinere Format wie zwei oder ein Liter findet man so gut wie gar nicht, wäre doch dann auch der Umweltvorteil wieder dahin. Größere sind ebenfalls sehr selten, finden zumindest bei Privat-Verbrauchern keine Akzeptanz. 

Bei der Weinauswahl unterscheidet sich eine Bag-in-Box nicht wesentlich von einer Flasche, mit einem einzigen signifikanten Unterschied. Weine, die in einer BiB angeboten werden, eignen sich nicht für längere Lagerung, sondern sind für den unmittelbaren Konsum erzeugt. Deshalb findet man hier in der Regel auch keine fassgelagerten Weiß- und -Rotweine. Ansonsten aber steht eine Vielzahl an Weine zu Verfügung, die mittlerweile auch in sehr ansehnlichen, teils künstlerisch gestalteten Boxen zu haben sind. Am besten entdecken Sie unsere Bag-in-Box Rotwein und Bag-in-Box Weißwein online und im Depot.

Sie suchen einen knackig-frischen Weißwein aus der Gascogne? Sie lieben einen Rosé aus dem Languedoc? Oder Sie ziehen einen Grauburgunder aus Deutschland vor? Dann schauen Sie sich in aller Ruhe die reiche Auswahl an BiBs an, Sie finden sicher auch Ihren Favoriten!

Übrigens...

Die Bag-in-Box gehört zu den beliebtesten Produkten bei Jacques’ Wein-Depot und das aus gutem Grund. Denn braucht man eine größere Menge Wein, etwa für ein Fest, eine Gartenparty, einen Grillabend oder für eine heitere Runde mit guten Freunden, ist diese Verpackungsart einfach ideal.