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Rotweine aus Roussillon

Rotweine aus Roussillon

Das Roussillon, im Jahr 1790 zum Département der Pyrénées-Orientales ernannt, ist Frankreichs südlichste Provinz. Schon im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung führten griechische Siedler den Weinbau an seiner Küste ein. Heute sorgen im Roussillion geringe Erträge für vollreife Trauben und engagierte Winzer für harmonische Rotweine.

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Premiumqualität aus dem Roussillon

Die Weinbauregion Roussillion befindet sich im tiefen Süden Frankreichs. Sie wird vom Mittelmeer sowie den Pyrenäen begrenzt und gehört zum Département Pyrenées-Orientales. Die Landschaften hier sind bergig und oft karg. Die Durchschnittstemperaturen liegen einige Grade über denen im Bordelaise und die Sommer sind sehr trocken. Zudem wird die Laubwand durch häufige, kräftige Winde schnell ausgetrocknet, was für die Weinreben bedeutet, dass sich Schädlinge kaum ausbreiten können. Aus diesem Grunde gedeihen die Trauben im Roussillion meist unbehandelt. Die Klima- und Bodenverhältnisse sorgen dafür, dass die realen Erträge in der Regel noch unter den Erntebeschränkungen liegen.

Für Rotwein aus dem Roussillon haben sich vier Rebsorten als klassisch erwiesen. Der facettenreiche Syrah verleiht den Rotweinen neben Fruchtaromen blumige und teils pfeffrig würzige Eindrücke. Der leichte, fruchtig süße Grenache mildert tannin- und säurebetonte Effekte insbesondere bei der verwendeten Sorte Carignan ab. Der Spezialist für heiße Regionen, Mourvèdre, schließlich gibt dem Rotwein eine kräftige Struktur und erhöht den Alkoholgehalt des Roten aus Roussillon. Gemeinsam in einer Cuvée lassen die Rebsorten einen ausgewogen Tropfen von angenehmer Intensität entstehen. Schonende Kohlensäure-Maischung rundet die Aromen ab. Die Trauben im Roussillion sind sehr extraktreich und haben einen hohen Zuckergehalt. So manches Château weiß diese Eigenschaften zu nutzen, um mittelkräftige Rotweine mit bemerkenswertem Volumen herzustellen. Dabei steht die Methode der Kohlensäure-Maischung, Macération carbonique, im Vordergrund, die bereits vom Beaujolais Primeur her bekannt ist.

Die ganzen Trauben werden hier in druckfesten Behältern vergoren. Der hohe Tanningehalt tritt so in den Hintergrund. Daraus kann ein junger, spritziger Wein entstehen. Aufgrund der intensiven Aromen benötigen viele Rotweine der Region einen Ausbau zur Trinkreife von drei bis vier Jahren. Klima und Bodenbeschaffenheit sowie die Kunst der Winzer, verschiedene Rebsorten harmonisch zusammenzuführen und ideale Gärverfahren anzuwenden, garantieren, dass auch in Zukunft mehr und mehr Rotweine in Premiumqualität aus dem Roussillon zu erwarten sind.