Kanadische Weißweine

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In Kanada währt der Sommer nicht lange. Vielerorts kommt der Frost schon früh und mit Macht. Das hat auch Einfluss auf den Weinbau: Kanada gilt als einer der bedeutendsten Produzenten für Eiswein auf der Welt. Denn während man in Europa Jahr für Jahr versucht, das Lesegut bis zu den ersten kräftigen Minusgraden bei guter Gesundheit zu halten, gelingt das in Kanada fast von allein. Und so kommt vor allem so mancher Riesling oder Vidal als natürlicher Süßwein in die Flasche.

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An der Gesamtproduktion des Landes macht der Ice Wine aber nur eine sehr geringe Menge aus. Rund 70 Millionen Liter Wein werden pro Jahr erzeugt, wobei die trocken ausgebauten Weißweine trotz des Trends zum Roten noch immer überwiegen: Chardonnay, Grauburgunder und Vidal Blanc, Gewürztraminer und Riesling, Sauvignon Blanc und so manche regionale Rebsorte finden sich in den Weingärten im Süden Kanadas.

Nach Europa gelangt von diesen Weißweinen allerdings relativ wenig. Hier bekommt man an kanadischem Wein bis heute vor allem die hochkonzentrierten, edelsüßen Eiswein-Spezialitäten ins Glas, behutsam eingeschenkt aus der typischen 0,375-Liter-Flasche. Wer ihn kostet versteht schnell, warum dieser einzigartige Wein den weiten Weg nach Europa schafft. Aber auch andere Weine aus Kanada können sich in ihrer Qualität international behaupten.  

Der Süden hat's: Kanadas Reben wachsen an der US-Grenze

Kanadas Anbaugebiete für Wein liegen vor allem im aufstrebenden Okanagan Valley in British Columbia sowie am Ontario-See und damit an der Wiege des kanadischen Weinbaus. Auch in Quebec und in Nova Scotia wird Weinbau betrieben, aber die Mengen sind vergleichsweise gering. Hier kennen sich die Winzer alle beim Namen und die Zahl der Kellereien lässt sich fast noch an den Fingern abzählen.

Der Blick auf die Karte zeigt schnell: Der kanadische Weinbau ist ganz im Süden des Landes zu Hause, unmittelbarer an der Grenze zu den USA. Das hat verschiedene Gründe, aber die klimatischen Verhältnisse sind – neben der Bodenbeschaffenheit – die entscheidenden. Was mancher Weinfreund nicht ahnt: Zwar ist es im Weinland Kanada durchschnittlich kühler als in den europäischen Weinbergen auf ähnlichem Breitengrad, aber die Sonnenscheindauer ist gerade am Lake Okanagan sehr hoch. Beides ist für die Reifung der Trauben förderlich.   

Ontario, beim Weinbau unumstrittene Nr. 1

Ontario, wo der deutsche Einwanderer Johann Schiller zu Beginn des 19. Jahrhundert die ersten Versuche mit dem Weinbau startete, ist bis heute die bedeutendste Weinbauregion des riesigen Landes. Rund 80 Prozent aller kanadischen Reben gedeihen hier, meist als Hybridreben, um den Gefahren durch die Reblaus zu trotzen, die das Land gleich zu Anbaubeginn schwer getroffen hatte. Gerade auf der Niagara-Halbinsel, einer Region im Süden der Provinz Ontario, gedeihen auf mineralischen Böden ausgezeichnete Weißweine. Die klimatischen Verhältnisse sind hier stabiler als anderenorts. Die Sommer sind sehr warm aber von der Seeluft gekühlt und der Frühling und Herbst zeigen sich lange mild. Mit Lake Erie North Shore, Prince Edward County und Pelee Island gibt es in Ontario noch drei weitere Anbaugebiete. Die Niagara Halbinsel ist jedoch das bedeutendste davon.

Regionale Top-Qualitäten? Ja, zu 100 Prozent

Bei seinen Weingesetzen ist Kanada strenger als die meisten anderen Staaten der Erde: Wird auf einer Flasche aus Ontario die VGA-Kennzeichnung für kanadische Qualitätsweine angegeben, müssen 100 Prozent der Trauben aus dem jeweiligen Anbaugebiet stammen. Bei der angegebenen Rebsorte sind es 75 Prozent, beim Jahrgang 90 Prozent. VQA-Siegel von besonderer Qualität erhalten ein goldenes Siegel.