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Weißweine aus den USA

Weißweine aus den USA

Selbst wenn man Superlative nicht mag: Weine aus den USA sind Weltklasse. Gerade an der Westküste, in Kalifornien, werden Spitzengewächse erzeugt: Beim Chardonnay und Sauvignon Blanc setzt das Land inzwischen  Maßstäbe. Auch vom Blanc de Noirs, der als Weißwein aus den roten Trauben des Zinfandel gekeltert wird, kann man sich leicht verführen lassen. Kurz gesagt: Kalifornische Weißweine müssen sich längst nicht mehr vor den berühmten Vorfahren aus dem Burgund oder von der Loire verstecken, sind aber oft noch deutlich günstiger zu haben.

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Die Nr. 1: Vollmundiger Chardonnay

Weißwein aus den USA, das bedeutet bis heute vor allem Wein aus dem Süden Kaliforniens. Hier sind die klimatischen Bedingungen ideal, das Terroir ist äußerst vielfältig und die Winzer besitzen das Know-How, beides perfekt für sich zu nutzen. Mehr als 44.000 Hektar des kalifornischen Reblandes sind mit Chardonnay bepflanzt. Das ist fast französisches Niveau und mehr als in jedem anderen Staat der Erde. Viel wird exportiert und findet reißenden Absatz, aber auch in den USA selbst ist der Chardonnay die Nr. 1 in Sachen Wein. Bei jeder fünften verkauften Flasche steht die Rebsorte allein auf dem Etikett. So mancher Amerikaner, der heute einfach einen Weißwein bestellt, erwartet einen Chardonnay. 

Weltberühmtes Napa Valley

Eine der ersten Adressen für den Chardonnay im "Golden State" ist das Napa Valley im Napa County, das wiederum zum Weinbaugebiet North Coast zählt. Aber regionale Vergleiche sind schwer, denn inzwischen wird in allen fünf Weinbaugebieten Kaliforniens Chardonnay produziert, der so richtig Spaß am Gaumen macht und mit den typischen Aromen lockt – nicht zuletzt an der Central Coast, wo der Chardonnay-Anbau mit dem deutschen Auswanderer Charles H. Wente im 19. Jahrhundert seinen Anfang nahm.

Blickt man heute über die Grenzen Kaliforniens hinaus, wird man auch in anderen Bundesstaaten große weiße Burgunder finden, nicht zuletzt in Oregon und in Washington State an der kanadischen Grenze. Allen Natur-Kapriolen zum Trotz: Weinanbau gibt es heute in allen US-Bundesstaaten, selbst Alaska hat eine Kellerei. Mit Kalifornien messen kann sich jedoch niemand.

Amerikanischer Weißwein: Vom Sauvignon Blanc bis zum Riesling

Neben dem dominierenden Chardonnay haben mehrere weitere internationale Rebsorten in den USA ihr Zuhause. Besonders der Sauvignon Blanc, in Kalifornien oft als Blanc Fume bezeichnet, wird auf größeren Flächen angebaut. Von der Central Coast und North Coast, wiederum aus dem Napa Valley, kommen einige Sauvignon Blancs von Weltruf.

Der Riesling, der dem deutschen Weinbau zur weltweiten Anerkennung verhilft, ist in den USA inzwischen ebenfalls auf dem Vormarsch. Bei der Anbaufläche dürfte das Land auf Rang zwei in der Welt liegen. Neben Kalifornien hat sich hier gerade Washington State einen Namen gemacht.

Wer sich einen Gewürztraminer, Chenin Blanc oder Viognier wünscht, wird in den USA ebenfalls fündig werden. Gerade in Oregon wird der kräftige Gewürztraminer geliebt und häufig angebaut. Ohnehin zeigt man sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch beim Wein experimentierfreudig und ist bereit, sich auf die Wünsche der Kundschaft einzustellen. Der Boom des Weinlands USA, der schon in den 1970ern begonnen hat, dürfte daher weitergehen.