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Weißweine aus Portugal

Weißweine aus Portugal

Portugiesische Weine finden weltweit immer mehr Anhänger – und das hat gute Gründe. Zum einen kann das Land dank der Vielzahl an einheimischen Rebsorten mit einer enormen geschmacklichen Vielfalt aufwarten, zum anderen ist die Qualität der Weine in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter gestiegen, und das bei noch immer günstigen Preisen.

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Vinho Verde: Aus dem grünen Norden

Der bekannteste Weißwein Portugals ist der Vinho Verde, was wörtlich übersetzt "Grüner Wein" bedeutet. Er stammt aus dem äußersten Nordwesten des Landes, aus dem feuchten und relativ kühlen Landstrich zwischen dem Atlantik im Westen, dem Rio Minho im Norden und dem Rio Douro im Süden.

In dieser fruchtbaren Region, die seit mehr als 110 Jahren eine DOC-Klassifizierung für den Weinbau trägt, ist die Vegetation üppiger als in allen anderen Teilen Portugals. Daher hat der portugiesische Vinho Verde DOC auch seinen Namen und nicht etwa, weil er jung getrunken wird und oft grünlich im Glas schimmert. Vinho Verde gibt es nicht nur als Weißwein, sondern auch als Rosé- und Rotwein. Ginge es nach seiner Farbe, wäre es also schnell vorbei mit der grünen Herrlichkeit.

Gewusst wie: Einheimische Rebsorten perfekt vereint

Der berühmte weiße Vinho Verde besteht aus mehreren Rebsorten. Meist wird er aus den Rebsorten Avesso, Loureiro, Trajadura und Arinto gekeltert, aber auch andere Rebsorten wie Azal Branco oder Botaca sind zugelassen und üblich. Allen Vinho Verde gemeinsam ist eine spritzige Frische – ein leichtes Moussieren – und ein Alkoholgehalt, der unter 12 Prozent liegt und damit meist niedriger ausfällt als bei anderen Weinen. Man trinkt ihn jung und gut gekühlt zum Beispiel als Aperitif oder zu Fisch und Meeresfrüchten.

Regionale Vielfalt: Weißwein aus allen Landesteilen

Würde man Portugals Weißwein-Welt auf den Vinho Verde beschränken, täte man dem Land jedoch Unrecht. So kommen aus dem Douro-Tal mit seinen spektakulären Hanglagen auch Weißweine, die Weltruf genießen. Oft werden sie aus mehreren einheimischen Rebsorten gekeltert und sind in ihrem Geschmack einzigartig. Weißwein kommt aus allen Teilen des Landes. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Qualitätsgarantie DOC

Um die Qualität des Weines schon vor dem Öffnen der Flasche einschätzen zu können, hilft die kontrollierte Ursprungsbezeichnung DOC und die jüngere, europäische DOP-Kennzeichnung. In den 29 DOC/DOP-Anbaugebieten sind nicht nur die geographischen Grenzen genau abgesteckt, auch beim Anbau gibt es Vorgaben, zum Beispiel bei der Menge.

Gerade wer nach Portugal reist – eine Weinreise ist immer zu empfehlen, zum Beispiel auf der Vinho-Verde-Route – wird auch bei den "Vinho Regional", den sogenannten VR-Weinen so manchen Tropfen finden, der vor Ort vorzüglich mundet. Das gilt selbst beim einfachen Tafelwein, dem Vinho de Mesa, wenn er von einem Winzer stammt, der sein Handwerk liebt und versteht.

Lieber jung oder in Würde gealtert?

Schließlich ist da noch die Frage des Alters, die bei portugiesischen Weinen vom "Verde" bis zum "Garrafeira" recht. Ein weißer Garrafeira war mindestens ein Jahr im Fass und ein weiteres halbes Jahr in der Flasche – eine Lagerzeit, die nur hochwertigen Weinen gegönnt wird. Getoppt wird das nur noch vom "Velho", was allgemein für das Alter steht. Wird der Begriff in Bezug auf einen Weißwein verwendet, kann man sich sicher sein, dass der Wein mindestens zwei Jahre gelagert wurde.