• Depotfinder
    Depots in Ihrer Nähe:
Rotwein-Rebsorten

Rotwein-Rebsorten

Wein zählt zu den ältesten Kulturgütern der Welt. Als sich die Menschen um 5.000 v. Chr. sesshaft machten, begannen sie auch damit, das "Getränk der Götter" zu erzeugen. Aus den wilden Reben wurden durch gezielte oder natürliche Kreuzung edle Rebsorten gezüchtet, die in ihrem Geschmack und ihrer Widerstandsfähigkeit den Ansprüchen der Winzer genügten. Tausende neue Rebsorten entstanden, von denen bis heute rund 2.500 für den weltweiten Weinbau genutzt werden. Zugleich steigt die Qualität des erzeugten Weins, denn nun lassen sich die Rebsorten perfekt an die jeweiligen Standortbedingungen – also vor allem die Böden und das Klima – anpassen.

Mehr lesen »

Trotz dieser enormen Vielfalt dominieren heute ein Dutzend Rebsorten die Weinerzeugung. Bei den Rebsorten für Rotwein, die aus blauen Weintrauben erzeugt werden, sind das vor allem Cabernet Sauvignon, Merlot, Tempranillo, Syrah, Grenache, Spätburgunder und Sangiovese.

Die Cabernet Sauvignon, entstanden aus einer Kreuzung von Cabernet Franc und Sauvignon Blanc, gilt heute als die meist angebaute Rebsorte der Erde. Die Trauben werden auch sortenrein gekeltert, bringen es aber vor allem als Cuveé gemeinsam mit Merlot und Cabernet Franc zu Weltruf. Berühmtestes Anbaugebiet ist bis heute das Bordeaux in Frankreich, wo in rund 3.000 Châteaus einige der gefragtesten und zugleich teuersten trockenen Rotweine der Welt entstehen.

Auf den richtigen Standpunkt kommt es an

Welche Rotweinsorte in welcher Region der Erde erzeugt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Einerseits bestimmt der gewünschte Geschmack der Rotweinsorte die Auswahl der Winzer, der auch dem Zeitgeist unterliegt. Jede Traube bringt ihre ganz eigenen Aromen mit, die der Weinfreund später im Glas genießen möchte.

Andererseits gibt es objektive Kriterien, die den Anbau bestimmter Sorten erzwingen. So wäre es wenig sinnvoll, spätreifende Sorten in einer Region zu züchten, in der das Klima die späte Ernte der Trauben verhindert. Beachtet werden muss zudem, wie resistent sich die Rebsorte gegen einen möglichen Befall durch Krankheiten zeigt. Vor allem aber sind es die Böden, die über die Wahl der Rebsorte entscheiden. So stellt zum Beispiel die Pinot Noir, also Spätburgunder, hohe Ansprüche, denn der Untergrund sollte kalkreich und nicht zu fett sein. Grundsätzlich lassen sich für die meisten Böden geeignete Rebsorten finden, zumindest solange die Erde keinen zu hohen Salzgehalt aufweist und der pH-Wert im neutralen Bereich liegt. Auch mit dauernassen Böden haben Reben so ihre Probleme.

Eng vereint: Von der Rebe zum gewünschten Geschmack

Für den Weinliebhaber ist die Wahl der Rebsorte vor allem aus geschmacklicher Sicht interessant. Denn auch wenn die Rebsorten je nach Terroir, also dem Zusammenspiel von Klima, Boden und Landschaft, ein weites Geschmacksspektrum abdecken, so gibt es doch das idealtypische Geschmackserlebnis, das sich für jede Sorte beschreiben lässt. Beim Weingenuss führt das fast unweigerlich dazu, dass sich Vorlieben herausbilden, die – bewusst oder unbewusst – einen direkten Bezug zur Rebsorte besitzen.

Wer zum Beispiel besonders gerne Weine aus dem Burgund trinkt, darf sich ziemlich sicher sein, dass er zu den Freunden des Pinot Noirs gehört. Ähnliches gilt für die Rotweinsorte Sangiovese in der Toskana, die den Chianti dominiert aber eben auch den Brunello und den Vino Nobile di Montepulciano.    

Selbstversuch: Welche Rebsorte darf es sein?

Bei Jacques’ bieten wir nicht zuletzt aus diesem Grund die Möglichkeit, beim Kauf eine Vorauswahl nach Rebsorten zu treffen. Sie erhalten damit regionsunabhängig eine Weinauswahl, die vorrangig aus den Trauben der jeweiligen Sorte erzeugt wurde. Das ermöglicht zugleich ein spannendes Experiment: Wählen Sie zum Beispiel Weine aus fünf unterschiedlichen Rotwein Rebsorten aus. Welcher ist Ihr Favorit? Fällt die Wahl zum Beispiel auf den Cabernet Sauvignon, können Sie anschließend Weine dieser Rebsorte aus Argentinien, Australien, Frankreich und Italien miteinander vergleichen.