Geschmacks- und Farbenspektrum verzaubern

Trendfarbe: Rosé

 

Selbst in einem traditionsbehafteten Metier wie Wein gibt es Trends. Seit längerer Zeit sind es Roséweine, die den Weinfreund mit ihrem Geschmacks- und Farbenspektrum verzaubern. Bereits über 10 % des Weinkonsums nimmt diese Weinfarbe in Deutschland mittlerweile ein. Und längst wird Rosé das ganze Jahr getrunken und wird von Frauen und Männern gleichermaßen geschätzt.

Die Farbe der Roséweine variiert von Zwiebelschale über Lachsfarben bis Granatrot, je nach Rebsorte und Vinifizierung. Es ist ein Irrglaube, dass Rosé aus Lesegut hergestellt wird, das für Rotwein nicht genügend Qualität besitzt. Ganz im Gegenteil: Durch den Kontakt von Most mit der Traubenhaut (wie bei der Rotweinherstellung, nur wesentlich kürzer) ist reifes und gesundes Lesegut unerlässlich. Hauptsächlich wird Rosé aus roten Trauben weiß gekeltert.  In seltenen Fällen gibt es auch Rosés aus roten und weißen Trauben. Die meisten Rotweinsorten besitzen weißes Fruchtfleisch. Nur wenige, sogenannte Färbertrauben, besitzen auch rotes Fruchtfleisch. In der Herstellung unterscheidet der Kellermeister zwischen leichtem Anpressen der Rotweinbeeren und dem Abtropfenlassen. Letztere Variante ergibt bei farbintensiven Rotweinsorten bereits den gewünschten Farbeffekt.

Nach dem kurzen Kontakt von Most und Schale gärt der Wein meist reduktiv im Edelstahltank, um die fragile Farbe nicht durch Luftkontakt zu gefährden. Gelegentlich, aber nur bei ausdrucksstarken und farbintensiven Rebsorten, kann der Rosé auch im Barrique vergoren werden.

Das besondere Merkmal aller Roséweine ist, dass sie frisch und fruchtig wie ein Weißwein duften und gleichzeitig am Gaumen die Typizität der Rotwein-Rebsorten besitzen, aus denen sie erzeugt worden sind.

 

Rosé-Schaumweine

Wie im roséfarbenen Stillweinbereich ist auch beim Schaumwein der Grundwein aus roten Trauben weiß gekeltert. Dabei verweilen die farbgebenden Schalen nur für eine kurze Zeit zusammen mit dem Most. Typisch für diese Schaumweinkategorie sind der runde, fast samtige Geschmack und die beerenartigen Aromen.

Fruchtiger Rosé

Den fruchtigen Rosé zeichnen Aromen roter Früchte wie Himbeere oder Erdbeere aus. Charakteristisch ist seine frische, spritzige Art. Fruchtige Rosés eignen sich als unkomplizierter Sommerwein und als Begleiter leichter Speisen.

Kräftiger Rosé

Rosés dieser Art weisen einen intensiven, nuancenreichen Duft und Geschmack auf. Sie stammen aus renommierten Anbaugebieten und von international anerkannten Meistern ihres Fachs. Das Lagerpotenzial dieser Weine reicht zwar über den Sommer hinaus, doch sollten Rosés jung getrunken werden. 


Weiter zu: » Gemischter Satz – Cuvéepartner