Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Uraltes Erbe mit modernem Know-how
Der Name Rapitalà geht auf das arabische Wort Rabidh-Allah zurück, was „Fluss Allahs“ bedeutet. Der durchquert den Besitz, doch führt er nur im Winterhalbjahr Wasser. Zugleich weist der Name darauf hin, dass das Gut bereits im 9. Jahrhundert bestand, als die Araber die Insel beherrschten. Seit damals wurde es von Generation zu Generation bearbeitet und gestaltet, bis es seine heutige Form erhielt.
Heute verfügt das Gut über 225 Hektar Rebflächen und einen neuen, hochmodernen Keller. Während darin Weinmacher Silvio Centorze regiert und die Temperatur jedes einzelnen Tanks am Computer regulieren kann, hat Laurent de la Gatinais nach dem Tode seines Vaters die Verantwortung für Weinberge und die Gutsleitung übernommen. Die Rebflächen befinden sich in dem Gebiet, das von Camporeale nach Alcamo hin abfällt, wo die sanften Hügel zwischen 300 und 600 Metern Höhe erreichen. Zum Teil sind die Hänge, die nach Süden ausgerichtet sind, recht steil und stellen ein ausgezeichnetes Terroir dar. War Rapitalá anfangs vorwiegend auf Weißwein ausgerichtet, hat der Graf ihm eine neue Ausrichtung gegeben. Heute stellen die Roten zwei Drittel der Produktion und haben das Ansehen des Guts gesteigert.
Im erst vor kurzem errichteten und ausgestatteten Kellerneubau hat man dem heißen Klima Siziliens Rechnung getragen. So kann Silvio Centorze die angelieferten Trauben oder frisch gepressten Moste sofort herunterkühlen. Für den Rotwein sind Systeme zum Umpumpen oder zum Überfluten des Tresterhuts in jeden Maischetank integriert. Für die Spitzenweine stehen 600 Barriques aus französischer Eiche zur Verfügung, wobei der Fasskeller auf konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehalten wird. Wenn es zur Abfüllung der Rotweine geht, hält man sich auf Rapitará soweit möglich mit Filtrierung zurück, um den aromatischen Ausdruck der Weine ungeschmälert an die Kunden weiter zu reichen.
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