Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Frischer Wind
Dass die Zeit des simplen, kratzigen Vin de Table abgelaufen war, verstanden die ersten Winzer in der Ardèche in den 1960er Jahren und 1967 schlossen sich sieben Genossenschaften zu einer ersten Union zusammen, um sich gemeinsam den Anforderungen der Zukunft zu stellen.
„Höhere Qualitäten waren gefragt und sie mussten effizienter vertrieben werden“, erklärt Denis Roume. „Restrukturierung hieß die Devise.“ Die Europäische Gemeinschaft half dabei. Im Rhythmus von 200 bis 300 Hektar pro Jahr wurden ab 1970 alte Sorten herausgerissen und neue hochwertigere gesetzt, insgesamt fünfzehn verschiedene. Syrah und Grenache, die typischen Reben der Rhône, führten den Reigen an. Auch Viognier fehlte nicht, der bereits verbreitet war, aber bis dahin nur zum Verschnitt genutzt wurde. Wie aber konnte eine ganze Region, die eigentlich niemand außer einigen Naturfreunden kannte, ihre große Weinproduktion absetzen? Der Geheimtipp hieß Rebsortenweine. Darauf wurden die Winzer nicht zuletzt durch Louis Latour gestoßen, einen angesehenen Weinhändler aus dem Burgund. Er suchte 1975 eine Weinregion und einen Partner, um dort guten und günstigen Chardonnay zu erzeugen. Latour und die Union wurden sich einig. „Damals begannen wir uns für den Chardonnay, aber auch für Merlot und Cabernet Sauvignon zu interessieren“, erinnert sich Denis Roume. „Die Dinge entwickelten sich relativ schnell. Rebsortenweine waren für die Weinbauern eine leichte Sache. Sie bestockten Parzellen mit einzelnen Sorten, die bekannt zu werden begannen. Wir kelterten daraus Weine, die wir unter dem Sortennamen abfüllten.“ Die Vignerons Ardéchois, wie sich die Union heute nennt, gehörte zu den ersten französischen Kellereien, die Weine aus Spitzensorten, die international für Furore sorgten, anboten. Und ein weiteres Novum: sie kümmerte sich selbst um die Vermarktung, indem sie Mitglieder nach Paris, Lyon und Marseille, nach Belgien, Deutschland und in andere Länder entsandte, wo die Winzer ihre eigenen Weine vorstellten. Nach dem Zusammenschluss mit der zweiten Union der Region wurde 1994 die jetzige Struktur geschaffen, der inzwischen 21 Caves Coopératives der Ardèche angehören, die zusammen über 9.500 Hektar Weinberge verfügen, sieben Achtel der Anbauregion.
Vignerons Ardéchois
07120 Ruoms
Tel. +33 475 39 98 00 Fax +33 475 39 69 48
contact@uvica.fr
www.uvica.fr
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