Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Kleine Cave mit großem Namen
Embres-et-Castelmaure ist ein versteckt liegendes Dorf zwischen dem Küstenstreifen bei Fitou, nördlich von Perpignan, und der Hauptachse der Corbières, die von Tuchan nach Durban verläuft.
Önologe Bernard Pueyo
Dort im Herzen der Hautes Corbières bestimmen einerseits kalkreiche, andererseits Schieferböden das Terroir, aber auch Trockenheit, sommerliche Hitze und Wind. Dass die kleine Cave Coopérative sich einen großen Namen gemacht hat, ist ihrem Präsidenten Patrick de Marien – seine Vorfahren waren sächsische Adlige – und ihrem Kellermeister, dem Önologen Bernard Pueyo, zu verdanken. Als sie vor gut 25 Jahren die Verantwortung übernahmen, setzten sie es sich in den Kopf, die kleine Kellerei voranzubringen, den Mitgliedern gute Einkünfte zu sichern und die besten Voraussetzungen für die Zukunft zu schaffen.
Handgelesene Trauben und Kohlensäuremaischung
Eine ihrer ersten Taten bestand darin, eine Anlage zu installieren, die die Kästen mit den handgelesenen Trauben über eine Kettenbahn ins Obergeschoss befördert und dort auf ein Förderband kippt. Von hier aus gelangen sie bis zum jeweiligen Tank und fallen hinein. Die Kästen werden anschließend automatisch gewaschen und sauber an die Weinbauern zurückgereicht. Ein System, das die Kohlensäuremaischung zum Kinderspiel macht und noch heute funktioniert. Inzwischen verfügt Bernard Pueyo über sechs Möglichkeiten, die Trauben getrennt zu vinifizieren, je nach Qualität und gewünschtem Weinstil.
Traubenqualität geht vor
Im Jahre 1990 führten sie eine Bezahlung ein, die im Verhältnis zur Traubenqualität steht.
Jetzt haben sie selbst ein Auflagenheft ausgearbeitet, nach dem ihre 15 Mitglieder arbeiten sollen. Kernpunkt ist eine Arbeitsweise, die genau auf die einzelnen spezifischen Terroirs zugeschnitten ist und ein Optimum an Qualität aus den zurückgewonnenen Spitzenlagen einbringt. Bernard hat die Mitglieder dazu verpflichtet, im Verhältnis zur abgelieferten Traubenmenge Arbeit im Keller zu verrichten, um ihnen zu zeigen, was aus ihren Trauben wird und worauf es ankommt, wenn man große Weine erzeugen möchte.
Demokratisch
„Heute sagt man uns: Weil ihr klein seid, schafft ihr es“, kommentiert Patrick de Marien. „Als wir damit vor 25 Jahren begonnen haben, wurde unsere überschaubare Größe als Handicap angesehen. Man wollte uns zu Fusionen treiben. Die haben wir immer abgelehnt. Unser Leitmotiv war immer: besser den Reichtum teilen statt die Misere. Wir mögen es nicht, wenn man uns etwas aufzwingt, wir mögen es lieber demokratisch.“
Warenkorb: Sie haben noch keine Artikel in Ihrem Warenkorb.

















