Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Maritimer Einfluss
Das Château de Montpezat, eine Viertelstunde mit dem Auto südlich von Narbonne zwischen Sigean und Roquefort-les-Corbières gelegen, blickt auf eine lange Geschichte zurück.
Die Römer errichteten dort auf einem Felsen eine Villa, auf deren Ruinen im 3. Jahrhundert eine Burg gebaut wurde, von der heute nur noch die Überbleibsel ihrer Zisterne zu sehen sind. Im 14. Jahrhundert zog der Seigneur von Montpezat es vor, sich ein bequemeres Zuhause am Fuße des Felsens zu schaffen, von dem aus sich das umliegende Land leichter bestellen ließ.
Im Jahre 1813 kaufte ein gewisser François Marty das Gut. Auf ihn gehen die heutigen Wohn- und Wirtschaftsgebäude zurück. Wie die Schafställe beweisen, war Montpezat damals noch zu einem großen Teil auf Viehzucht ausgerichtet, doch im letzten Jahrhundert gewann der Weinbau immer mehr an Bedeutung. Angepflanzt wurden die typischen Sorten des Languedoc, vor allem Carignan, aber auch Grenache Noir, Cinsault und Macabeu.
Die tonkalkigen Böden sind bestens für Weinbau geeignet. Die Besonderheit von Montpezat besteht in dem stark vom Mittelmeer geprägten Klima. Es liegt nur wenige Kilometer von der Küste entfernt und nah an den Lagunenseen des Etang de Bages et de Sigean und des Etang de Lapalme, die früher mit Fischfang und Salzgewinnung eine große wirtschaftliche Rolle gespielt haben. Die ins Landesinnere hereindringenden Nebel behagen vor allem der Sorte Mourvèdre, für die sich der Vorbesitzer begeistert hatte. Der hohe Anteil der spät reifenden Mourvèdre mit ihrer guten Struktur und den exzellenten Tanninen verleiht dem Corbières Château de Montpezat ein eigenes Profil und sein gutes Alterungspotenzial.
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