Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Stefan Winter
Für die Familie Winter ist der Wein ein Generationenprojekt, und zwar im doppelten Sinne: Denn einerseits sind die Winters, erstmals 1469 urkundlich erwähnt, schon seit vielen Jahrhunderten im Rebbau aktiv. Und andererseits arbeiten heute gleich drei Generationen gemeinsam an jedem neuen Jahrgang.
Jungwinzer mit Ambitionen
Aber der Reihe nach: Bis in die 1990er Jahre hinein hatte die Familie Winter, durchaus typisch für die Region im südlichen Rheinhessen, in einem Mischbetrieb Landwirtschaft und Weinbau miteinander kombiniert. Dann stellte Edmund Winter die Weichen neu und konzentrierte sich ganz auf die Trauben.
Seit dem Jahrgang 2000 hat Sohn Stefan Winter nun die Verantwortung für die Weine. Wobei er sich in seiner Ausbildung zum Weinbautechniker bei den berühmten Betrieben Dr. von Bassermann-Jordan in Deidesheim und Keller in Dalsheim das nötige Rüstzeug holte. „Offensichtlich hat er dabei gut aufgepasst“, zollt das Fachblatt „Vinum“ dem Jungwinzer Lob, denn seine Weine überzeugen vom ersten Jahrhang an.
Rebsorte passend zu den Boden-Eigenschaften
Selbständige, unverwechselbare Weine zu erzeugen und dabei immer sensibel zu bleiben für den Boden und den Rebstock, so umschreibt Stefan Winter seine Philosophie. Aus diesem Grund stimmt er jede Rebsorte genau auf die jeweiligen Boden-Eigenschaften ab.
Ökologie aus Überzeugung
Auch in anderer Hinsicht ist der Jungwinzer eine Überzeugungstäter: In seinen Weinbergen sind Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel tabu. Konsequent bleibt er im Einklang mit der Natur. Auf ein Zertifikat als Bio-Winzer verzichtet er trotzdem: „Wir praktizieren Ökologie nicht aus Marketinggründen, sondern aus der Überzeugung, dass sie gut für die Natur ist und am besten zu unserer Qualitätsphilosophie passt. Dafür brauchen wir aber keine formelle Zertifizierung oder Verbandsmitgliedschaft.“
Heute arbeitet Stefan Winter Hand in Hand mit seinen Eltern Hiltrud und Edmund. Selbst die Großeltern, Katharina und Paul Winter sind tatkräftig zur Stelle, wenn es darum geht, den Erfolg des Weinguts auszubauen.
Obwohl erst in seinen 20ern, zählt Stefan Winter bereits jetzt zu den Gipfelstürmen des neuen, qualitätsbewussten Rheinhessen. Dass er auch in andere Hinsicht Stürmerqualitäten beweist, zeigt sein Engagement für die „Weinelf Deutschland“, in der er ein treffsicherer Torgarant ist. Kürzlich reichte es endlich einmal wieder zu einem Sieg gegen den Erzrivalen Österreich ....
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