Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Klare Vorstellungen
Schon im Altertum als ausgezeichnete Weinregion geschätzt, geriet Sizilien vor rund 20 Jahren erneut ins Blickfeld der Experten. Mit seinen idealen natürlichen Bedingungen übte es eine magische Anziehungskraft auf Weinbarone und Önologen aus. Auch Luigi Avogadri erlag den Vorzügen der Insel.
Luigi Avogadri stammt aus der Lombardei und studierte Weinbau und Önologie. In dem kleinen, schon 1980 anerkannten DOC-Gebiet Capriano del Colle bei Brescia, das nach dem gleichnamigen Winzerdorf benannt wurde, begann er seine Karriere und schuf sich sein Standbein und seine Firma. Sie vereint mehrere Weingüter aus Capriano del Colle, Franciacorta, der Toskana und auf Sizilien, die er in Weinberg, Keller, Abfüllung und Vertrieb berät und um deren Export er sich kümmert.
Überzeugt von dem Potenzial des Nero d’Avola hatte Avogadri eine klare Vorstellung davon, was er wollte und was nicht. Auf keinen Fall ging es ihm darum, einen zu wuchtigen und zu starken Roten zu erzeugen. Deshalb kamen keine zu heißen Lagen in Frage. Aber Sizilien besitzt nicht nur Rebflächen in Ebenen, sondern bis auf 900 Meter Höhe reicht der Weinbau. Ihm sagten Lagen um 500 Metern über dem Meer am Meisten zu. "Die Reben brauchen kühlere Lagen und ein schattenspendendes Laubdach, sonst werden die Weine schwerfällig und alkoholisch,“ konstatiert der Weinbauspezialist. Um den Reben die richtige Pflege angedeihen zu lassen, erstellte er einen detaillierten Katalog qualitätssteigernder Maßnahmen, nach dem seine Mitarbeiter vorgehen. Auf diese Weise gelingt es ihm, den Nero d’Avola zu zähmen und dem Wein die Harmonie und Ausgewogenheit mitzugeben, um die es ihm geht.
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