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Winzer
Gemeinsam stark
Die Idee ist so überzeugend wie einfach. Qualität ist eine Frage der Wahlmöglichkeiten, sagten sich vier erfolgreiche Pfälzer Winzer von der Südlichen Weinstraße und schlossen sich zusammen, um aus dem besten Teil ihrer Ernte gemeinsame Cuvées zu komponieren und zu vermarkten.
Doch wie so oft braucht auch eine Idee erst einen fruchtbaren Boden, um zu keimen. So begann Villa Tabernus als „eine ganz lapidare Maschinengemeinschaft“, um Pflanzenschutz zeitsparend durchzuführen. Ihr Plan scheiterte. „ Aber daraus entwickelte sich ein loser Stammtisch zum Erfahrungsaustausch“, erzählt Eckhard Walter, „weil wir vier das Gefühl hatten, uns gegenseitig ergänzen zu können, ohne einander die Butter vom Brot nehmen zu wollen.“ Ihr Grundgedanke war, den Pfälzer Weißwein stärker in den Weinhandel zu bringen, wo er ihrer Meinung nach noch viel zu wenig vertreten war. Mit einer weißen Cuvée aus mehreren Sorten traten sie 2001 an die Öffentlichkeit, um gleich zu merken, dass ein einzelner Wein nicht ausreicht, um größeres Interesse zu wecken. So stellten sie dem Debüt-Wein schnell eine sorgsam ausgewählte Reihe sortenreiner Weine zur Seite, darunter Grauburgunder und Riesling, aber auch eine Rotwein-Cuvée.
Gleichberechtigte Partner am Gemeinschaftsprojekt Villa Tabernus sind die Winzer Manfred Vogel, Eckhard Walter, Jürgen Wilker und Stefan Hitziger, die nach den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen die MEJS-Winzer OHG gründeten. Dabei hat jeder nach Talent und Vorliebe seine Aufgabe gefunden. Jürgen Wilker aus Pleisweiler-Oberhofen, der sich in Australien und den USA in Vinifikation schlau machte, ist der Weinmacher; Eckhard Walter aus Niederhorbach hat mit seinem Organisationstalent Geschäftsführung und Vermarktung übernommen; Manfred Vogel, der Senior, herrscht über Lager und Logistik in Bad Bergzabern, wo auch Benjamin Stefan Hitziger, der Botschafter des Quartetts, wirkt. „Das schöne und ungewöhnliche an unserer Gemeinschaft – und eine außergewöhnliche Konstellation – ist, dass jeder sein eigenes Weingut weiter betreibt“, unterstreicht Walter.
Einmal im Monat treffen sich die Freunde weiterhin zu ihrem Stammtisch in einem Pfälzer Lokal. „Vielleicht probieren wir dann einen Rotwein von einem Kollegen, aber wenn es um den Spaß geht“, gesteht Walter, „dann bestellen wir Weißwein. Da fängt es dann meist mit einem Riesling an und geht dann über einen Grau- und Weißburgunder zum Chardonnay. Das ist die Bandbreite, die wir alle vier mögen.“
Weitere Informationen finden Sie unter: www.villa-tabernus.de
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