Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Swartland
Das Swartland, das nur 50 Kilometer nördlich von Kapstadt beginnt, ist eine der aufstrebenden Weinregionen Südafrikas. In seinem Zentrum wachsen die meisten Reben in Buschform und werden nicht bewässert, was insbesondere Rotweine mit guter Konzentration und markantem Charakter ergibt.
Im Grunde gleicht das Swartland einem riesigen Trapez, dessen Westkante die Atlantikküste nördlich von Kapstadt bildet und dessen Ostkante weit ins Land, fast bis zum Olifants River reicht. Doch in diesem Gebiet, das eine der Kornkammern Südafrikas ist, wird nicht überall Wein angebaut. Er konzentriert sich auf das nah am Atlantik liegende Darling, das sich als eigener Distrikt unabhängig gemacht hat und den Ward Groenekloof einschließt, dann den eigentlichen Distrikt Swartland mit den Wards Malmesbury, Riebeekberg und Voor Paardeberg. Direkt nördlich des letzten machen sich die dort ansässigen Güter jetzt für den eigenen Ward Aprilskloof stark.
Während sich westlich von Malmesbury flaches Ackerland mit nur seltenen Rebfeldern erstreckt, wurden die meisten Weinberge um die Kleinstadt auf sanften Hügeln angelegt.
Um Riebeek sieht man Rebanlagen in zum Teil recht steilen Hanglagen und am Perdeberg gibt es Parzellen, die auf beachtlichen Höhen angelegt wurden. Weitere Rebflächen befinden sich weiter nordöstlich am Berg River mit seinen tiefen Böden. Allgemein bestehen die Böden vorwiegend aus dem geologisch sehr alten Malmesbury Schiefer, der in manchen Bereichen mit Tafelberg Sandstein oder Kap Granit gemischt sein kann, was zu fruchtbaren Lagen geführt hat.
Die Weingebiete des Swartland genießen ein sonniges, warmes und trockenes Klima, das im Jahr nur zwischen 250 und 600 mm Regen erhält, von dem 30 bis 40% während der Wachstumsperiode fallen können. Der Einfluß des kühlen Atlantiks ist spürbar und mäßigt die Sommertemperaturen. Aufgrund der Wasserknappheit pflanzte man früher Reben grundsätzlich in Buschform, wobei ihre Wurzeln in der Tiefe nach Feuchtigkeit suchen und zugleich Mineralien aufnehmen. Der Aufstieg des Distrikts ist mit der daraus resultierenden Traubenqualität und dem Terroircharakter verbunden, den die Güter und Kellereien in ihren Topweinen zunehmend zum Ausdruck bringen. Neupflanzungen werden aber als Spalier angelegt.
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