Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
Heimat großer Rotweine
Seit dem Mittelalter lieferte Rasteau die Weine der Bischöfe von Vaison-la-Romaine. Aus Tradition las man die Trauben sehr spät, oft erst im November und brachte sie mit sehr hohen natürlichen Zuckerwerten ein. Daraus entstanden ein meist dunkler, natursüßer Wein, der als eigene Appellation Rasteau Anerkennung fand, sowie warme, vollmundige Rotweine.
Die Lagen der Gemeinde zeigen sich vielfältig, Hochplateaus und Hänge, Täler und Ebenen zählen dazu, insgesamt sind es 1.270 Hektar. Es ist ein Land der Zikaden und Zypressen, der Oliven und Trüffel, des gleißenden Sonnenscheins und heftigen Mistrals. Unverkennbar Provence, in deren nordöstlichem Zipfel es liegt. Die Steinhütten neben den Rebparzellen, die Cabanons, zeugen von den Zeiten, als Winzer morgens ihr Dorf verließen, um abends spät heimzukehren. Die besten Weine gedeihen in den Höhenlagen. Dort bohren die Rebstöcke ihre Wurzeln zwischen dicken Schichten aus Kieseln tief in Böden aus blauem Mergel und Tonkalk, und die erheblichen Unterschiede zwischen Tages- und Nachttemperaturen sorgen für besondere Finesse.
Seit 1966 gewann der trockene, volle Rotwein an Berühmtheit, und Rasteau erhielt – wie weitere 18 Gemeinden – das Recht, seinen Namen zur Appellation Côtes du Rhône Villages auf das Etikett zu setzen. Im Jahr 1999 einigten sich die Weindörfer der südlichen Rhône darauf, ein Minimum von 50 Prozent Grenache Noir in ihren Rotweinen vorzuschreiben und damit den Weinen einen gemeinsamen Grundcharakter zu sichern. Seit 2004 müssen mindestens 20 Prozent Syrah oder Mourvèdre hinzukommen.
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