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Papstpalast
Schnell hat man Avignon erreicht, das viele Attraktionen zu bieten hat, darunter eine, die man unter gar keinen Umständen versäumen sollte: den Papstpalast.
Seine Vorgeschichte beginnt im Jahr 1305, als Bertrand de Got, Erzbischof von Bordeaux, zum Papst gewählt wird und den Namen Clemens V. annimmt. Er besaß ein Weingut vor den Toren von Bordeaux, das heute als Château Pape-Clément bekannt ist.
Da Anfang des 14. Jahrhunderts Italien von heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Guelfen und den Ghibellinen erschüttert wurde, beschloss Papst ClemensV., Avignon als seinen Amtssitz zu wählen. Was als eine vorübergehende Lösung gedacht war, entwickelte sich zu einer Institution, und Benedikt XII., der dritte der Avignoneser Päpste, beginnt 1335 am Ort des Bischofssitzes einen neuen Palast zu errichten. Sein Nachfolger Clemens VI. setzt die Bauarbeiten fort, und in weniger als 20 Jahren entsteht ein beeindruckendes Bauwerk, der größte gotische Palast der Welt. Er wird zu einem der kulturellen Zentren der damaligen Welt und hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt. Man muss einfach durch seine Räume gehen, um die einzigartige Ausstrahlung zu erfahren. Doch der Palast bietet nicht nur Mauerwerk und unglaubliche Räume, historische Kapellen und Papstgemächer, sondern auch aktuelle Kunstausstellungen. Zudem beherbergt er im Sommer das berühmte Festival von Avignon.
Informationen: www.palais-des-papes.com und die dortigen Links.
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