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Edel-Prosecco „Mit seinem niedrigen Alkoholgehalt ist Prosecco der ideale Wein für viele Gelegenheiten“, schwärmt Giorgio Polegato, der für die Qualität des Val de Brun verantwortlich zeichnet. Seit 1868
„Er unterscheidet sich wohltuend von den oft schweren Weiß- und Rotweinen der heutigen Zeit und ist ein besonders erfrischender Aperitif.“ Den Venezianern musste man das nicht lange erklären. Der Prosecco, den der Chemiker Antonio Carpené Senior als Erster ab 1868 in Conegliano herstellte, stieß in Venedig sofort auf Begeisterung, wo man sich bis heute davon gern ein Gläschen genehmigt. Inzwischen hat sich diese Sitte im ganzen Veneto verbreitet.
1936 revulotioniertes Herstellungsverfahren
Sein Erfinder, der selbst weinwissenschaftliche Abhandlungen verfasste, gründete in Conegliano die erste Schule für Weinbau und Önologie Italiens, die bis heute zu den besten des Landes zählt und die einen entscheidenden Anteil an der Blüte der Schaumweinerzeugung in ihrer Region hatte und hat. Es war der Enkel Antonio Carpené Junior, der die Prosecco-Herstellung 1936 revolutionierte, indem er das – 1907 von dem Franzosen Eugène Charmat erfundene – Tankgärverfahren einführte. Im Gegensatz zur aufwändigen Flaschengärung, die bis dahin üblich war, wird der Grundwein in große druckfeste Stahltanks gefüllt und beginnt nach der Zugabe von Zucker und Hefe die zweite Gärung. Die dabei entstehende Kohlensäure bleibt im Tank und somit im Wein erhalten. Zur Abfüllung kühlt man den Wein auf eine Temperatur unter Null herunter, wodurch die Kohlensäure inaktiv wird, aber im Wein gebunden bleibt. Nereo Cavazzani, Berater der Brüder Polegato, entwickelte eine besondere Methode, die dieses Verfahren verlangsamt, weshalb man es Lang-Charmat-Methode nennt.
Einzigartige Geschmeidigkeit und Bekömmlichkeit
„Durch die von uns eingesetzte lange und behutsame zweite Gärung erhält der Prosecco eine einzigartige Geschmeidigkeit und Bekömmlichkeit“, hebt Giorgio Polegato hervor. Im Gegensatz zum Frizzante weist der Spumante einen Druck von über 3 bar auf, was ihm sein lebhafteres Moussieren und die feinen Perlen garantiert. Nicht nur zum Aperitif, auch zu vielfältigen Antipasti ist er ein idealer Begleiter.
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