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Klasse-Rosé im Weinschlauch
Mit frischem Elan hat eine neue Generation von Winzern, Kellermeistern und Önologen das Languedoc beflügelt. Insbesondere die Landweine im Weinschlauch sind zu einem Symbol für Qualität und Modernität geworden. Lavila Rosé ist dafür ein ausgezeichnetes Beispiel.
Ein so frischer und aromatischer Rosé, der sich mit so viel Spaß trinken lässt, verlangt viel mehr Know-how, als man annehmen würde. Als Xavier Roger, junger Önologe in Diensten der Weinexportfirma LGI, in der Cave Coopérative von Argeliers bei Narbonne zu arbeiten begann, musste er den Winzern erst einmal verständlich machen, dass man dazu beste Trauben benötigt. Inzwischen sind die gesamten 1500 Hektar Reben nach Parzellen klassiert. Unterschieden werden sie nach Rebsorten und Terroir, aber auch nach dem Zustand der Reben. Xavier und sein Kollege, der Kellermeister Sébastien Tomasoni haben sie in drei Qualitätsstufen eingeteilt. Ausschließlich Syrah-Trauben, die aber von unterschiedlichen Terroirs stammen, nehmen sie für diesen Rosé. Das Gros kommt aus der großen Ebene von Argeliers. „Wir nennen sie La Garrigue und mit ihren runden Kieselsteinen, ähnlich denen in Châteauneuf-du-Pape, ist sie sehr karg, trocken und heiß“, berichtet Sébastien. „Sie liefert sehr früh reifende Trauben, die sehr fruchtige Weine ergeben, die hervorragend für Rosé geeignet sind. Dagegen zeigen sich die tonkalkigen Böden auf den Ausläufern der Montagne Noire ausgewogener und schenken frischere Weine.“
Gelesen wird in drei Perioden, zunächst Anfang September in der Ebene, eine Woche später Parzellen zu Füssen der Hänge und vierzehn Tage darauf die letzten Trauben von Hanglagen. „Alle Trauben werden sofort gepresst, aber separat vinifiziert“, erklärt Xavier. „Der erste Saft ist sehr blass, aber die Presssäfte gleichen bereits einem hellen Rotwein, soviel Farbe hat die Syrah.“ Der weitere Werdegang des Rosés entspricht dem eines Weißweins. Der Saft wird vorgeklärt und auf niedriger Temperatur von 15-16°C vergoren. Später gehen die beiden jungen Önologen an die Assemblage, verkosten alle Tanks und komponieren den Rosé aus Weinen der verschiedenen Terroirs. „Wir legen Wert darauf, einen Rosé zu erhalten, der frisch im Mund und sehr aromatisch ist, mit Aromen von Cassis und Himbeer oder anderen roten Beeren“, betont Xavier.
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