Herkunft (Region) oder
Rebsorte oder
Winzer
„Qualitätsmaßstab“
Die Familie Errázuriz, 1735 aus dem Baskenland nach Chile eingewandert, war von Anfang an eine feste Größe in Politik, Kirche und Wirtschaft. Vier Präsidenten, zwei Erzbischöfe sowie Schriftsteller und Industrielle gingen aus der kreativen Familie hervor. Gründungsvater des Weinguts war Maximiniano Errázuriz, der 1870 im Aconcagua-Tal seine ersten Reben pflanzte. Mit seinem Credo „vom besten Land den besten Wein“ katapultierte er sein Unternehmen an die Spitze der chilenischen Weinwirtschaft. Heute leitet Eduardo Chadwick-Errázuriz das Familiengut in sechster Generation.
Herzstück der Errázuriz-Weingärten, die sich in Curicó, Casablanca und Aconcagua befinden, ist das „Don Maximiano Estate“. Es handelt sich um jenen Weinberg, den der Gründungsvater 1870 noch selbst anlegte. Von hier stammen die Flaggschiff-Weine des Guts. Die Böden sind steinig und gut entwässert. Das Terroir profitiert von einer langen Sonnenscheindauer sowie stetiger Wärme, die durch pazifische Brisen gemildert wird. Die Familie Errázuriz betreibt biologischen Anbau. Sie begrünt die Rebzeilen mit speziellen Pflanzen, die nützlichen Insekten eine Heimat bieten und darüber hinaus Schafen Nahrung geben, die sich hierfür mit ihrem Dung „bedanken“.
Winemaker Francisco Baettig lässt die von Hand gelesenen Trauben in der Kellerei selektieren und vergärt sie dann bei 26-30° C. Während der 20-30-tägigen Mazeration wird der an der Oberfläche der Maische schwimmende Tresterhut mehrfach übergepumpt, um Farbe und Gerbstoffe optimal zu extrahieren. Sodann reift der Wein in zu 26 Prozent neuen Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche. Der britische „Decanter“ merkt an, Viña Errázuriz sei der Qualitätsmaßstab, an dem sich Chiles Weine zu orientieren hätten.
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